SerWus am Längsee

Organisiert wurde der Unternehmeraustausch von Walter Sabitzer, dem Vorsitzenden der WB-Bezirksgruppe, der die Geschäftsleute des Bezirks ins Seegasthaus am Längsee einlud.

In lockerer Atmosphäre wurde in kleiner Runde geplaudert, aber auch lebhaft über wirtschaftspolitische und zukunftsweisende Themen debattiert. Es ging um die Zukunft der St. Veiter Innenstadt, die Parkplatz- und Wohnsituation und den Sicherheitsausbau der Schnellstraßen S38 und B317. Die bevorstehende Landtagswahl war natürlich ein heißes Thema, denn Martin Gruber brachte nicht nur wertvolle Informationen, sondern stellte sich auch den Fragen der Anwesenden. Diese waren sich einig, dass mit mehr Einsatz und durchdachten Konzepten für die Region gearbeitet werden muss. Im Hinblick auf die Bundesregierung wünschte man sich Ministerin Gewessler würde sich mit der betroffenen Region beratschlagen, anstatt blindlings wichtige Projekte zu blockieren.

Kinderbetreuungsgipfel: „Vom Reden ins Tun kommen!“

Frühkindliche Bildung ist Investition in die Zukunft – Arbeitskräftemangel verlangt Turbo im qualitätsvollen Ausbau der Kinderbetreuung. Astrid Legner, WK-Vizepräsidentin und Landesvorsitzende von FiW, fordert Verbesserungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat sich in den vergangenen Jahren zu einem gesellschaftlichen Schlüsselthema entwickelt. Es sind zumeist noch immer mehrheitlich die Frauen, die den schwierigen Drahtseilakt zwischen Familie und Beruf zu meistern haben. „Die Problematik ist allen bekannt, die enorme Belastung für berufstätige Mütter und Familien alltägliche Realität. Es ist schon einiges passiert, aber wir sind noch lange nicht dort, wo wir hinwollen, deshalb ist es notwendig, dass wir dranbleiben und weitere Maßnahmen einfordern“, zeigten sich anlässlich des Kinderbetreuungsgipfels in der Hofburg die Spitzen der Sozialpartner und der Industriellenvereinigung (IV) in Anwesenheit von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Doris Schmiedauer einig.

Auch Astrid Legner, WKK-Vizepräsidentin und Landesvorsitzende von FiW, vertrat beim Gipfel die Kärntner Unternehmerinnen. Sie fordert, die seit langem diskutierten Verbesserungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf endlich auf den Weg zu bringen. Die aktuellen Zahlen des AMS seien zum Teil schockierend im Hinblick auf die Teilzeitquoten: „Wenn wir mehr Frauen für Vollzeitjobs begeistern wollen, muss es die entsprechenden ganztägigen und von den Öffnungszeiten passenden Kinderbetreuungsangebote geben. Das ist nicht so schwierig und dennoch diskutieren wir darüber seit Jahren!“ Schließlich könne Betreuungssicherheit nicht nur die Frauen(voll)erwerbsquote, sondern auch die Zahl der Arbeitsplätze in der Elementarpädagogik steigern.

Legner sieht den aktuellen Fachkräftemangel auch als Chance für Kärntens Regionen: Jetzt gelte es für die Gemeinden, noch flexiblere Angebote bei der Kinderbetreuung zu erstellen und neue Wege zu denken. Bund, Länder und Gemeinden, so Legner, müssten endlich vom Reden ins Tun kommen. „Firmen sollten überlegen, ob es nicht besser wäre, Karenzierte früher aus der Karenz zurückzuholen oder Stunden zu erhöhen. Das wäre auf jeden Fall wirtschaftlicher, den die Recruiting-Kosten für neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind enorm“, unterstreicht Legner.

© Helge  Bauer

WB-Direktorin Gstättner begrüßt Vorstoß von Finanzminister Brunner

Die Direktorin zeigt sich erfreut, dass Brunner WB-Idee zur Abschaffung der Grunderwerbsteuer aufnimmt.

Mit dem Vorschlag von Finanzminister Magnus Brunner die Grunderwerbsteuer sowie die Grundbucheintragungsgebühr für den Kauf des ersten Eigenheims abzuschaffen, rennt er bei der heimischen Wirtschaft offene Türen ein. „Die Verschärfung der Kreditvergaberichtlinien habe nicht nur zu einem Rückgang von Käufen geführt, sondern macht für viele Junge das Eigenheim unerschwinglich“, erklärt WB-Direktorin Sylvia Gstättner. Im Forderungskatalog des Wirtschaftsbund-Kärnten war das eine der Maßnahmen, um den Wohnungs- oder Hauskauf für junge Menschen zu attraktivieren. „Uns geht es auch um einen wichtigen gesellschaftlichen Leistungsanreiz. Mit guter (Aus-)Bildung und hohem Engagement kann man sich und seiner Familie Eigentum schaffen. Das ist ein wichtiger Motiviationsfaktor um sich beruflich mit ganzer Kraft einzusetzen“, erklärt Gstättner.

Wirtschaftsbund begrüßt Energiekostenzuschuss 2!

Bundesminister Kocher präsentierte heute den Energiekostenzuschuss 2!

Mit dem Energiekostenzuschuss 2 – der den Energiekostenzuschuss 1 verlängert und erweitert – wird die österreichische Wettbewerbsfähigkeit gesichert und die heimische Wirtschaft in einer äußerst schwierigen Zeit unterstützt . „Der heute von der Bundesregierung vorgestellte Energiekostenzuschuss 2 lässt viele UnternehmerInnen aufatmen. In dieser Krise mit explodierenden Energiekosten wurde schnell und richtig gehandel“, freut sich WB-Direktorin Sylvia Gstättner.

Das präsentierte Paket sorgt für Planungssicherheit und stärkt den Wirtschaftsstandort in dieser herausfordernden Zeit. Der Energiekostenzuschuss 1 wird – mit einer eigenen Antragsphase für das 4. Quartal – bis Ende des Jahres verlängert. Durch den Energiekostenzuschuss 2 werden ab 2023 Unternehmen von den hohen Energiekosten entlastet.

Über den Energiekostenzuschuss 1

  • Die Förderung war ein Teil des Anti-Teuerungspakets und federt bei energieintensiven Unternehmen die Mehrkosten für Strom, Erdgas und Treibstoffe ab.
  • Abgewickelt wird der Zuschuss im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft von der aws, der Förderbank des Bundes.
  • Der ursprüngliche Förderzeitraum betrug Februar 2022 bis September 2022. Dieser Förderzeitraum wird nun bis Ende Dezember 2022 verlängert. Für das 4. Quartal wird es eine eigene Antragsphase geben. Neu hinzu in diesem Quartal kommt die Förderung von Dampf in der ersten Stufe.
  • Im Rahmen des Energiezuschusses 1 wurden bereits die ersten Auszahlungen an Unternehmen getätigt.

Fristen und Fakten des Energiekostenzuschusses 2 für Unternehmen

  • Pro Unternehmen können für 2023 Zuschüsse von 3.000 Euro bis 150 Millionen Euro ausbezahlt werden.
  • Förderungszeitraum: 01.01.2023 bis 31.12.2023.
  • Insgesamt gibt es 5 Förderstufen. In den ersten beiden Stufen bis zu einer Fördersumme von 4 Millionen Euro entfällt die Voraussetzung des Nachweises einer Mindest-Energieintensität.
  • Die Förderintensität wird in der Stufe 1 von 30 auf 60 Prozent verdoppelt. Und in der Stufe 2 von 30 auf 50 Prozent erhöht. Das heißt, dass in der ersten Stufe 60 Prozent des Kostenanstiegs bei Energie gefördert werden.
  • Gefördert werden in Stufe 1 unter anderem folgende Energieformen: Treibstoffe, Strom, Erdgas, Wärme/Kälte, Dampf und Heizöl.
  • Antragstellung: Wie beim Energiekostenzuschuss 1 wird die Antragstellung im Fördermanager der aws möglich sein.
  • Ausgenommen sind unter anderem Unternehmen, die gemäß volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung als staatliche Einheit gelten, aber auch energieproduzierende oder mineralölverarbeitende Unternehmen sowie Unternehmen aus dem Bereich Banken- und Finanzierungswesen.
  • Selbstverständlich muss sich die Bundesregierung beim Energiekostenzuschuss an die beihilfenrechtlichen Möglichkeiten halten.
  • Zudem müssen Unternehmen zusätzliche Kriterien erfüllen:
    • In den Stufen 3, 4 sowie 5 gibt es weitere Einschränkungen, beispielsweise hinsichtlich Gewinne.
    • Steuerliches Wohlverhalten wird als Fördervoraussetzung fortgesetzt.
    • Förderbedingung ist eine Beschäftigungsgarantie analog zur deutschen Regelung (bis Ende 2024).
    • Außerdem gibt es Einschränkungen bei Bonuszahlungen und Dividenden für förderempfangende Unternehmen.
    • Bei lagerfähigen Energien wird die Förderung von Bevorratungen in den Richtlinien ausgeschlossen.

Bisherige Zwischenbilanz des Energiekostenzuschusses 1

  • Rund 87.000 Unternehmen haben sich bereits für den Energiekostenzuschuss 1 vorangemeldet.
  • Von 29. November 2022 bis 15. Februar 2023 läuft die Phase der Antragstellung über den aws-Fördermanager.
  • Derzeit wurden bereits 1.715 Anträge gestellt. 5 Millionen Euro wurden im Rahmen des Energiekostenzuschusses 1 an die Unternehmen ausbezahlt. Während andere Länder noch über Maßnahmen diskutieren oder diese erst für 2023 vorsehen, erhalten die ersten Betriebe bereits Geld auf ihr Konto.

Förderstufen Energiekostenzuschuss 2

 

„Auszug“ aus: Einfach.sichtbar machen: Das Wörterbuch

Sara Schaar – kompetenzbefreite Person

Lang war es ruhig um die Landesrätin Sara Schaar. Anstatt sich in einer der größten Energiekrisen seit der Nachkriegszeit um beschleunigte Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energie zu kümmern, trat sie einzig in Familien-Hochglanzbroschüren in Erscheinung. Daneben war sie natürlich nicht untätig, sondern hat sich still und heimlich – im Auftrag des „ranghöchsten Mitgliedes der Landesregierung“* Peter Kaiser – um die wirklich wichtigen Probleme gekümmert: die geschlechtergerechte Verwaltungssprache. Präsentiert wurde gestern ein 71 Seiten starkes Konvolut an unsinnigen Sprachkreationen. Wie viele Stunden flossen wohl von „beamteten Personen“* in dieses Projekt um den Ansprüchen des „Mitglieds einer Landesregierung“* Sara Schaar zu genügen? Dabei sollten keine „Fähigkeiten einer Zauberkraft innehabenden Person nötig sein“*, um zu erkennen wo die Kärntner der Schuh drückt. Dieser Schwachsinn zeigt einmal mehr, wo die Kernkompetenz der Landesrätin liegt – nirgends. Es ist an der Zeit diese offensichtlich höchstens „theoretisch arbeitende Person“* gegen eine „Person mit Expertise“* egal welchen Geschlechts zu tauschen,

meint Ihre

*Auszug aus:

Einfach.sichtbar machen: Das Wörterbuch

Ranghöchstes Mitglied der Landesregierung – Landeshauptmann
Beamtete Personen – Beamte
Mitglied einer Landesregierung – Landesrätin
Fähigkeit einer Zauberkraft innehabenden Person – Hexerei
Theoretisch arbeitende Person – Theoretiker
Person mit Expertise – Experte

Kollektivverhandlungen – die (un)endliche Geschichte!

Die Kollektivverhandlungen gehören zu Österreich wie das Wiener Schnitzel oder der Wörther See. Im Herbst treffen sich die Sozialpartner um zu verhandeln.

Hohe Forderungen treffen dabei auf realistische Angebote, Streikdrohungen gehören zum guten Ton. Aber immer wird eine Lösung gefunden, die für beide Seiten vertretbar ist. Das ist richtig, wichtig und gut!

Heuer zeigt sich aber ein ganz anderes Bild: Die Verhandlungen sind scheinbar endlos, wahnwitzige Forderungen treffen auf vernünftige Angebote und aus angedrohten Streiks wurden Tatsächliche. Die Zeiten sind so kompliziert und schwierig wie noch nie. Nach der Corona-Krise ist mitten in der Energiekrise mit einer horrenden Inflation. Die Aussichten fürs nächste Jahr sind nicht nur schwierig, sondern auch düster. Deshalb brauchen wir jetzt – mehr denn je – einen solidarischen Schulterschluss! Liebe ArbeitnehmervertreterInnen: Die UnternehmerInnen sind keine Goldesel, sie haben keine Füllhörner und ja, sie wissen wie wertvoll ihre MitarbeiterInnen sind.

Jetzt ist es an der Zeit die Trillerpfeifen einzupacken und die gestellten Angebote fair zu beurteilen und in Zukunft wieder mit Vernunft in die Verhandlungen zu gehen. Gerade der Abschluss im Handel zeigt, dass die Arbeitgeber einer schwierigen Situation mehr als Rechnung getragen haben. Ein Rechnung, die auf Dauer aber nicht begleichbar ist,

meint Ihre

Das war das WB-Mentoring 2022

Janus Böhm, Teilnehmer des heurigen Jahrgangs, mit seinem persönlichen Rückblick!

Auch dieses Jahr lud der Wirtschaftsbund Kärnten ausgewählte UnternehmerInnen und Schlüsselkräfte zu seinem Mentoring-Programm ein und dieses Mal durfte ich dabei sein!
In mehreren Modulen haben wir TeilnehmerInnen uns nicht nur näher kennengelernt, sondern auch spannende Aufgaben bewältigt und in lehrreichen Workshops unsere Fähigkeiten erweitert.
Für den Kick-off im August öffnete Mentee Phillip Grossmann im Hotel Balance nicht nur die Türen sondern auch die Bar. Neben dem Kennenlernen, dem Abklopfen von Erwartungen und Knowhow haben wir die Zeit auch genutzt, um Do’s and Dont’s festzulegen. Ein für mich spannendes Element des Mentorings bildeten die Peergroups. In unserer 5er Peergroup haben wir zwischen den einzelnen Modulen interessante Aufgabenstellungen bearbeitet, wie beispielsweise wir uns die Zukunft Kärntens im Jahr 2030 vorstellen – die geplanten Präsentationen haben in uns allen Ehrgeiz geweckt!

Das Modul in Rennweg bot interessante Rhetorik-Workshops, bei denen wir neben Basics der Kommunikation auch Tricks und Kniffe gelernt haben.
Neu war für viele, sich selbst auf Video zu erleben und im Feedback wertvolle Verbesserungsvorschläge zu bekommen.
Schneller als gedacht war es an der Zeit, die Peergroup Aufgaben zu präsentieren.
Bewertet wurde einerseits nach Präzision der Antworten, aber auch nach Kreativität der Präsentation. Nach inspirierenden Vorträgen, bei denen auch der Humor nicht zu kurz kam, wurden verdiente Sieger gekürt – Der anschließenden Barbesuch ließ die Konkurrenz schnell vergessen und Freundschaften wurden geknüpft.

Beim nächsten Termin im Bildungshaus Tainach wurden die Basics der vorhergegangenen Seminare aufgegriffen und in vielen Bereichen vertieft. So lernten wir von zwei absoluten Vollprofis, die auch namhafte Politiker und andere nationale Größen coachen, wie man richtig verhandelt, Verkaufsgespräche führt, überzeugende Reden hält und vieles mehr. Praxisübungen standen dabei immer im Mittelpunkt.
Inhaltlich war dieses Wochenende mein persönliches Highlight, von dem ich viel für mein Arbeits- und Privatleben mitnehmen konnte.

Leider konnte das geplante Wien-Modul mit Einblicken in Ministerien, den Bundes-WB uvm. Coronabedingt nicht stattfinden. Ich freue mich, dass wir aber im Juni nächsten Jahres die Chance haben, diesen Termin nachzuholen und hoffe, dass viele meiner KollegInnen dabei sein werden!

Der Abschlusstermin fand in den neuen Räumlichkeiten des WB-Büros statt, wo Direktorin Sylvia Gstättner das Jahr noch einmal Revue passieren ließ und wir Gelegenheit hatten, für das folgende Mentoring-Jahr Ideen zu deponieren.
Eine Führung durch das Landhaus und interessante geschichtliche Details dazu, boten den richtigen Hintergrund für die anschließenden politischen Ein- und Ausblicke mit Landesrat Sebastian Schuschnig und Clubobmann Markus Malle. Die perfekte Abrundung war das gemeinsame Essen und gesellige Beisammensein mit WB-Landesgruppenobmann Präsident Jürgen Mandl.

Auch wenn das Jahr vorüber ist und ich mit einem weinenden Auge auf das Ende des Mentorings, die gemeinsame Zeit und die Herausforderungen blicke, so richtet sich ein lachendes Auge auf die wertvollen Freundschaften und meine persönliche Entwicklung, die daraus hervorgegangen sind.
Das Mentoring Jahr 2021/2022 ist zwar vorüber, aber das Netzwerk bleibt und ich freue mich auf unsere künftigen Stammtische.

Klagenfurts Füße in besten Händen

Das Unternehmen Orthofuß aus Wolfsberg eröffnete eine Filiale in Klagenfurt. Der Wirtschaftsbund war vor Ort, um sich selbst ein Bild zu machen und Firmenchef Andreas Grinschgl zu gratulieren.

Das Stammhaus der Firma Orthofuß in St. Stefan im Lavanttal betreibt Andreas Grinschgl mit vollem Erfolg. Nun hat sich der WB-Mandatar entschlossen, nach Klagenfurt zu expandieren.
Ausgestattet mit den neuesten High-Tech Geräten zur 3-D-Fußvermessung und zur optimalen Anpassung der Gesundheitsbehelfe erstrahlt Orthofuß Klagenfurt in vollem Glanz.
Brandneu bietet Grinschgl, den ganz Österreich aus der beliebten TV-Show „2 Minuten – 2 Millionen“ kennt, nun auch eine Selbstvermessung über eine eigene App an – so kann der Kunde laufend selbst seinen Gesundheitsstand verfolgen.

Aber nicht nur in seinem Betrieb, auch für seine UnternehmerkollegInnen setzt sich Andreas Grinschgl voll ein. Als WB-Mandatar auf Bezirksebene und in seiner Innung „Gesundheitsberufe“ arbeitet er engagiert an der Weiterentwicklung des Standorts mit und kämpft für eine stetige Verbesserung der Rahmenbedingung für unsere Kärntner UnternehmerInnen.

Kontakt:
Orthofuß Klagenfurt
Pischeldorfer Straße 137
9020 Klagenfurt
www.orthofuß.at

Spedition Künstl – 130 Jahre unternehmerische Beständigkeit

Als Adam Künstl 1892 in Klagenfurt sein Gastwirtschafts- und Fuhrwerkunternehmen gründete, waren Aufgabenbereich und Arbeitsalltag im Transportgewerbe noch völlig andere. Und im Laufe der Jahrzehnte veränderte sich die Branche massiv.

Doch eines war immer konstant – das Engagement und die Leidenschaft der Unternehmerfamilie für ihren Betrieb und ihre Mitarbeiter. Anfang der 1980er übernahm Gerhard Kollmitzer die Geschäftsführung, seit 2008 führt Dr. Waltraud Künstl das Familienunternehmen.

Anlässlich des Jubiläums besuchte WB-Landesobmann Präsident Jürgen Mandl den Klagenfurter Traditionsbetrieb gemeinsam mit Elisabeth Rothmüller-Jannach, der Spartenobfrau Transport und Verkehr. Die beiden Wirtschaftsbund-Mandatare gratulierten herzlich zur langen Firmengeschichte und Mandl strich besonders die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung von mittelständischen Familienunternehmen heraus, die über Jahrzehnte Arbeit geben, Wohlstand schaffen und den Standort mitentwickeln. Sie seien die Konstante, die eine Stadt wie Klagenfurt prägen und stützen, so der WB-Obmann.

Die Wirtschaftsbund-Familie gratuliert herzlichst und wünscht jedem Mitgliedsbetrieb eine ebenso lange Unternehmensgeschichte!

Wirtschaftsparlament stand im Zeichen der Energiewende

Der Umstieg auf erneuerbare Energieträger und Maßnahmen gegen den Mitarbeitermangel standen im Mittelpunkt der Herbstsession des Kärntner Wirtschaftsparlaments.

Wie Landesgruppenobmann Jürgen Mandl in seiner einleitenden Rede betonte, seien die Kärntner Betriebe vor dem nahenden Winter mit ungewohnten Fragen konfrontiert: Würden Gas und Strom ausreichen, um Produktionsausfälle oder gar einen Blackout zu vermeiden? Auch die Energiekosten seien eine ernste Herausforderung, mahnte Mandl: „Wenn wir nicht zu wettbewerbsfähigen Preise produzieren können, dann ist Feuer am Dach!“

Während sich allerdings für manche Maßnahmen 28 EU-Mitgliedsstaaten einigen müssten, seien viele Kärntner Hemmnisse hausgemacht, übte Mandl neuerlich harte Kritik an den Verantwortlichen der Landespolitik: „Wir werden kontinuierlich beeinträchtigt von Entscheidungen, die den Umstieg auf erneuerbare Energieträger erschweren oder gänzlich verhindern. Wir müssen Machbares auch zulassen!“ Mandl warnte davor, den Bogen der Leidensfähigkeit der Wirtschaft zu überspannen: „Wenn das so weitergeht, dann verschlafen wir die Energiewende und verlieren unsere Wettbewerbsfähigkeit. Und Unternehmen, die einmal weg sind, kommen nicht wieder.“

Die Wirtschaftskammer weise seit Monaten in der Öffentlichkeit auf diese gefährliche Situation hin. Konkret nannte Mandl Industriespartenobmann Michael Velmeden, der aufgezeigt habe, dass Österreich den EU-Rahmen für mögliche Hilfen nicht voll ausschöpfe und damit Wettbewerbsnachteile beispielsweise gegenüber Deutschland schaffe. Der Handel mit Spartenobmann Raimund Haberl habe auf die Probleme auch bei den Lebensmittelnahversorgern hingewiesen, die sogar bis zu einer Schwächung des ländlichen Raums führen könnten. Gewerbe- und Handwerksspartenobmann Klaus Kronlechner habe die vielfältigen Herausforderungen durch Strompreise, Inflation und Arbeitskräftemangel thematisiert und vor den Folgen der spürbaren Zurückhaltung öffentlicher als auch privater Auftraggeber für die Bauwirtschaft gewarnt.

Auch Tourismusspartenobmann Josef Petritsch habe intensiv auf die schwierige Ausgangssituation für die kommende Wintersaison hingewiesen. So würden die Kärntner Seilbahnen jetzt schon über die nötige Infrastruktur am Berg verfügen, um mit vergleichsweise geringen Eingriffen in die Natur mit der Errichtung von Windkraft- und Photovoltaikanlagen zu regionalen Stromversorgern zu werden für ihre eigenen Anlagen, aber auch für die gesamte Gastronomie und Hotellerie am Berg. Mandl: „Wir haben die Konzepte und Projekte für die Energiewende, nur muss sie uns auch umsetzen lassen.“

Zweites Hauptanliegen Mandls ist die nach wie vor angespannte Situation bei den Mitarbeitern in allen Branchen: „Wir müssen über Themen wie die qualifizierte Zuwanderung reden!“ Der Präsident zeigte sich vor dem Präsidium mit den Vizepräsidenten Astrid Legner, Otmar Petschnig, Alfred Trey, Günter Burger und WK-Direktor Meinrad Höfferer sowie den rund 60 Wirtschaftsdelegierten optimistisch, dass eine geringere Besteuerung von Überstunden als Anreiz für Leistungswillige gelingen könne, ebenso eine steuerliche Entlastung für Pensionisten, die bereit seien, ihre wertvolle Erfahrung weiterhin einzubringen. Auch die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei ein nach wie vor ungelöstes Thema, kritisierte Mandl: „Es muss uns gelingen, wieder mehr Frauen in Ganztagsjobs zu bekommen, dazu braucht es die entsprechenden Betreuungsmöglichkeiten.“

Als einen der Schuldigen an der aktuellen Mangellage machte Mandl das „Unwort Work-Life-Balance“ fest, diesem Thema dürften sich Politik, Gesellschaft, aber auch die Wirtschaft nicht entziehen: „Wir und unsere Vorgänger — und da spreche ich nicht nur von Unternehmerinnen und Unternehmern — haben uns den heutigen Wohlstand hart erarbeitet. Dabei geht es auch um Leistungsbereitschaft, manchmal auch am Abend oder am Wochenende. Wenn wir dieser unbequemen Diskussion am Wirtshaustisch und in der Öffentlichkeit weiter ausweichen, setzen wir leichtfertig alles aufs Spiel.“

Am Rande der Parlamentssitzung wurde der hohe Landesbeamte Albert Kreiner für seine 22-jährige Tätigkeit als Vorsitzender der Hauptwahlkommission der Wirtschaftskammer Kärnten mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet. Wie Kreiner betonte, seien in dieser Zeit alle Wirtschaftskammerwahlen transparent, fair und demokratisch abgewickelt worden: „Andere reden von Basisdemokratie, in der Wirtschaftskammer wird sie gelebt!“

Der Budgetvoranschlag der WK Kärnten für das Jahr 2023 umfasst Einnahmen und Ausgaben von rund 32 Mio. Euro und wurde einstimmig beschlossen.