Der Kärntner Tourismus steht an einem kritischen Punkt. Steigende Kosten, zunehmender internationaler Wettbewerb und strukturelle Unsicherheiten setzen viele Betriebe unter Druck.
Für Unternehmerinnen und Unternehmer wird es immer schwieriger, langfristig zu planen, zu investieren und qualifizierte Mitarbeiter zu halten. Gleichzeitig bleibt der Tourismus einer der wichtigsten Wirtschaftsmotoren des Landes – mit tausenden Arbeitsplätzen und zahlreichen verbundenen Branchen von der Landwirtschaft bis zum regionalen Gewerbe.
Gerät dieser Motor ins Stottern, trifft das nicht nur Betriebe, sondern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Arbeitsplätze, Einkommen und Zukunftsaussichten hängen direkt an der Stärke der Branche. Wenn Investitionen ausbleiben oder Rahmenbedingungen unklar sind, droht ein schleichender Wettbewerbsverlust – mit Folgen für ganze Regionen. Denn die Auswirkungen betreffen auch Zulieferbetriebe, regionale Produzenten, Dienstleister und die Freizeitwirtschaft.
Debatte rund um den Wörthersee schafft Unsicherheit
„Der Tourismus ist eine zentrale Säule der Kärntner Wirtschaft. Wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen, gefährdet dies Betriebe und Arbeitsplätze gleichermaßen“, bringt WK-Vizepräsidentin Nika Basic die Situation auf den Punkt. Auch die aktuelle Debatte rund um Seendialog, Motorbootabgabe und mögliche Nutzungseinschränkungen tut dem Tourismus nicht gut und verbreitet Unsicherheit.
Umso wichtiger ist es, dass die Diskussion über die Zukunft des Kärntner Tourismus jetzt offen geführt wird. „Der Seendialog kann ein wichtiger Auftakt sein – entscheidend ist aber, dass wir offen über Lösungen sprechen und die Betriebe aktiv einbinden“, betont Basic.
Maßgeblich wird jedoch sein, dass diese Gespräche ergebnisoffen geführt werden und nicht von vornherein festgelegte Modelle bestätigen.
Die Wirtschaft sieht klare Handlungsfelder:
Klare und effiziente Strukturen im Tourismus statt komplizierter Zuständigkeiten
Planungssicherheit für Betriebe, damit Investitionen möglich bleiben
Gezielte Investitionen in Qualität, Infrastruktur und Marketing
Stärkere Einbindung der Unternehmerinnen und Unternehmer in strategische Entscheidungen
Die Botschaft der Branche ist eindeutig: Kärnten hat alle Voraussetzungen für einen starken Tourismusstandort. Damit dieses Potenzial auch künftig Arbeitsplätze sichert und Wertschöpfung schafft, braucht es jetzt Mut zu offenen Diskussionen – und Entscheidungen, die den Betrieben tatsächlich helfen.
https://www.wirtschaftsbund-ktn.at/wp-content/uploads/2026/03/woerthersee-blick-auf-ostbucht.jpg10801920Jan Leberhttps://www.wirtschaftsbund-ktn.at/wp-content/uploads/2024/10/wirtschaftsbund-logo-2024-v.pngJan Leber2026-03-17 14:49:092026-03-17 14:49:09Seendialog: Gelingt der Spagat zwischen Schutz und Nutzung des Wörthersees?
Kärnten startet 2026 mit zwei klaren energiepolitischen Signalen: Das Land stellt die PV-Förderung auf Pauschalsätze um und kündigt den ersten Call ab 15. April 2026 an. Parallel wurde die Windkraft-Zonierung im zuständigen Ausschuss fixiert; eine Entscheidung im Landtag wurde für Anfang Februar kommuniziert. Für Betriebe ist das nicht ideologisch, sondern operativ, denn Energieinvestitionen hängen an Regeln, Planbarkeit, Netzen. Wenn das gelingt, entstehen Investitionen. Wenn nicht, bleibt Energie eine Dauerbaustelle.
PV-Förderung: Was die neue Logik signalisiert
Die Umstellung auf Pauschalsätze und der klare Call-Zeitpunkt können Planung erleichtern, wenn Kriterien und Bearbeitung transparent sind. Problematisch wird es, wenn Unternehmen wegen Netzanschluss, Lieferzeiten oder Bauplanung nicht in enge Förderfenster passen.
Windkraft-Zonierung: Warum das wirtschaftlich relevant ist
Zonierung steuert, wie viel Erzeugung überhaupt möglich ist. Das wirkt auf Versorgung, Netzauslastung und mittelfristig auf Preis- und Stabilitätsfragen. Entscheidend ist weniger das „Pro/Contra Windrad“, sondern wie verlässlich die energiepolitische Linie für den Standort ist. Der Wirtschaftsbund unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energie, aber mit einer klaren Priorität: Versorgungssicherheit und Planbarkeit für Unternehmen. Energiepolitik, die dauernd im Regelwechsel hängt oder Investitionen durch Unklarheit bremst, ist am Ende teurer und schwächt den Standort. Stabile, transparente Regeln mit realistischen Zeitfenstern, sowohl bei Fördercalls als auch bei Genehmigungen sind notwendig. Betriebe können mit Anforderungen umgehen. Was sie nicht können, ist in dauernder Unsicherheit erfolgreich arbeiten.
Quellen
Land Kärnten: PV-Förderrichtlinie / Call ab 15. April 2026
ORF Kärnten: Windkraft-Zonierung im Ausschuss fixiert
https://www.wirtschaftsbund-ktn.at/wp-content/uploads/2026/03/pv-anlage-windraeder-foerderung.jpg10801920Jan Leberhttps://www.wirtschaftsbund-ktn.at/wp-content/uploads/2024/10/wirtschaftsbund-logo-2024-v.pngJan Leber2026-03-17 13:03:272026-03-17 13:03:27Energiepolitik 2026: Neue PV-Förderung und Windkraft-Zonierung – was Betriebe jetzt brauchen
Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 ist die Koralmbahn in den Betrieb gegangen. Die ÖBB sprechen von einem Meilenstein mit neuen Verbindungen und kürzeren Reisezeiten. Das ist für Kärnten wirtschaftlich relevant, weil Infrastruktur Pendelräume verändert, Geschäftskontakte erleichtert und Standortentscheidungen beeinflussen kann.
Was sich wirtschaftlich wirklich verschiebt
Arbeitskräfte: Größere Pendelräume können helfen, Fachkräfte besser zu erreichen.
Business: Termine, Kooperationen, Kundenzugang werden einfacher.
Standortlogik: Regionen, die besser angebunden sind, haben in Ansiedlungsgesprächen ein echtes Argument.
Aber diese Effekte entstehen nicht automatisch. Sie brauchen Anschlusslogik. Der Wirtschaftsbund sieht die Koralmbahn als Chance für Kärnten, aber wir sagen auch: Der Nutzen entsteht erst durch das Zusammenspiel mit regionaler Mobilität, Standortentwicklung und Tempo in Verfahren. Eine schnelle Verbindung bringt wenig, wenn die letzte Meile nicht funktioniert oder Betriebsansiedlung an komplizierten Prozessen scheitert. Daher braucht Kärnten eine konsequente Anschlussstrategie – Taktung/Zubringer, Park&Ride, klare Knotenpunkte und Standortentwicklung rund um diese Achsen, denn Infrastruktur ohne Anschluss ist verschenktes Potenzial.
Keine Parkplätze trotz garantierter Finanzierung
Gerade bei den Park&Ride-Flächen knirscht es gewaltig. Obwohl die Finanzierung für zusätzliche 60 Parkplätze in Klagenfurt gesichert ist, passiert seitens der Stadt seit Monaten nichts. Pendlerinnen und Pendler warten weiterhin auf dringend benötigte Stellflächen – trotz vorhandener Mittel, klarer Notwendigkeit und Kosten, die von der ÖBB Infrastruktur und dem Land Kärnten übernommen werden – der Stadt Klagenfurt also finanziell keinerlei zusätzliche Belastung bedeuten würden. Während Betriebe, Beschäftigte und Anrainer täglich mit der angespannten Parksituation konfrontiert sind, zeigt die zuständige Verkehrsrefentin keine spürbare Dynamik, um das Projekt endlich voranzubringen.
Quellen
ÖBB: Fahrplan 2026 / Koralmbahn
https://www.wirtschaftsbund-ktn.at/wp-content/uploads/2026/03/koralmbahn-oebb-park-ride.jpg10241536Jan Leberhttps://www.wirtschaftsbund-ktn.at/wp-content/uploads/2024/10/wirtschaftsbund-logo-2024-v.pngJan Leber2026-03-05 12:10:212026-03-05 12:10:21Koralmbahn im Fahrplan 2026: Der Nutzen ist da, wenn Kärnten ihn organisiert
Rund 100 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung zur Veranstaltung „KI im Handel“ im Rahmen der WKO Onlinehelden im Hotel voco in Villach. Das Interesse war groß und zeigt deutlich: Künstliche Intelligenz ist im Handel kein Zukunftsthema mehr, sondern Teil der aktuellen strategischen Diskussion.
Nach der Begrüßung durch Spartenobmann Raimund Haberl eröffnete WB Bezirksobmann Christian Tyl die Veranstaltung erstmals in Villach. In seinen einleitenden Worten betonte er die Relevanz für regionale Betriebe. Künstliche Intelligenz werde nicht nur Abläufe effizienter gestalten, sondern auch Geschäftsmodelle weiterentwickeln und neue Wertschöpfungspotenziale erschließen.
Daten, Prozesse und neue Geschäftsmodelle
Hauptreferent Markus Miklautsch, Obmann des Versandhandels und KI Experte, widmete sich in seinem Vortrag der Frage, wie Handelsbetriebe KI konkret einsetzen können. Unter dem Titel „KI, die verkauft: So werden Sie 2026 profitabel mit klaren Daten und smarten Agenten“ stellte er praxisorientierte Ansätze vor.
Im Mittelpunkt standen drei zentrale Aspekte:
Die Bedeutung strukturierter und qualitativ hochwertiger Daten
Der Trend zu sogenannten intelligenten Verkaufsagenten
Die Vernetzung von stationärem Handel und Onlinekanälen
Besonders hervorgehoben wurde das Konzept des „Agentic Commerce“. Dahinter steht die Idee, dass digitale Systeme eigenständig Verkaufsprozesse unterstützen, Kundenbedürfnisse analysieren und personalisierte Angebote ausspielen. Voraussetzung dafür ist eine klare Datenstrategie und die Bereitschaft, bestehende Prozesse zu hinterfragen.
Praxisdiskussion mit regionalem Bezug
In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierte Markus Miklautsch gemeinsam mit Christian Tyl, der selbst sowohl stationär als auch online tätig ist, konkrete Umsetzungsschritte für den Handelsalltag. Dabei wurden neben Chancen auch Herausforderungen offen angesprochen. Themen wie Investitionskosten, Knowhow Aufbau, Datenschutz und organisatorische Anpassungen standen im Fokus.
Die Diskussion zeigte, dass viele Betriebe bereits erste Schritte setzen, gleichzeitig aber Orientierung bei strategischen Entscheidungen suchen.
Handel als aktiver Gestalter
Der Abend endete mit intensivem Austausch beim gemeinsamen Buffet. Die hohe Teilnehmerzahl und die lebhafte Diskussion verdeutlichen, dass sich der Handel in Kärnten mit den technologischen Veränderungen aktiv auseinandersetzt.
Für den Wirtschaftsstandort bedeutet das: Digitale Kompetenz, Datenstrategie und Innovationsbereitschaft werden zunehmend zu Wettbewerbsfaktoren. Veranstaltungen wie diese leisten einen Beitrag dazu, Wissen zu bündeln, Erfahrungen zu teilen und Betriebe bei der strategischen Weiterentwicklung zu unterstützen.
Die Fotos der Veranstaltung findest Du in dieser Galerie.
https://www.wirtschaftsbund-ktn.at/wp-content/uploads/2026/03/ki-workshop-villach-markus-miklautsch.jpg9001500Jan Leberhttps://www.wirtschaftsbund-ktn.at/wp-content/uploads/2024/10/wirtschaftsbund-logo-2024-v.pngJan Leber2026-03-02 10:35:352026-03-02 10:35:35KI im Handel: Starker Impuls für den Wirtschaftsstandort Villach
Weniger Gremien, einheitliche Aufenthaltsabgaben und mehr Mittel für Infrastruktur und Vermarktung sollen Kärnten touristisch wieder nach vorne bringen. Tourismussprecher Josef Petritsch begrüßt die Reform – betont aber: Entscheidend ist die konsequente Umsetzung.
Am 24. Februar 2026 wurde das neue Kärntner Tourismusgesetz in einer Regierungssitzung beschlossen. Die Reform ordnet die touristischen Strukturen des Landes grundlegend neu. Ziel sind mehr Effizienz, eine landesweit einheitliche Abgabenregelung sowie eine stärkere strategische Steuerung.
Künftig werden die bisherigen 125 Tourismusstrukturen auf zehn Verbände reduziert. Die Aufenthaltsabgabe (vorher Orts- und Nächtigungstaxe) wird vereinheitlicht und soll künftig 4,50 Euro (Camping 4,00 Euro) pro Gast und Nacht betragen. Die Einnahmen sollen gezielt in Infrastruktur, Mobilität und Vermarktung fließen. Vorgesehen ist unter anderem ein Anteil für ein integriertes öffentliches Verkehrsangebot für Gäste.
Kärntner Tourismus in einer entscheidenden Phase
Mit der Reform werden Zuständigkeiten gebündelt. Die Kärnten Werbung erhält erweiterte Kompetenzen in Vermarktung, Vertrieb und digitaler Präsenz. Für Josef Petritsch, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Kärnten, beginnt damit die entscheidende Phase: „Mit dem Beschluss ist der Rahmen gesetzt. Entscheidend wird sein, wie konsequent die Umsetzung erfolgt und ob die Mittel tatsächlich in wirksame und dringend benötigte Maßnahmen für den heimischen Tourismus fließen.“
Der Handlungsdruck ist hoch: Vor dem Hintergrund sinkender Nächtigungszahlen ist die Reform für Kärnten von zentraler Bedeutung. Der Rückgang zeigt, dass strukturelle Anpassungen nötig sind, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Gleichzeitig gilt: Eine organisatorische Neuordnung allein wird den Markt nicht drehen – Qualität, Investitionen und eine klare Positionierung bleiben ausschlaggebend.
Wirtschaft fordert klare Strategien:
eine Professionalisierung auf Ebene der Tourismusorganisationen
Planungssicherheit bei Abgabenhöhe und Mittelverwendung,
gezielte Investitionen in die touristische Freizeitinfrastruktur,
eine Internationalisierungsstrategie mit messbaren Zielen.
Das neue Tourismusgesetz ist ein wichtiger struktureller Schritt. Ob daraus spürbare wirtschaftliche Dynamik entsteht, wird sich an der Umsetzung messen lassen.
Der Landesvoranschlag 2026 ist öffentlich verfügbar, inklusive Erläuterungen und Strategiebericht. Damit liegen nicht nur Zahlen, sondern auch Prioritäten und Annahmen offen am Tisch. Für Unternehmen ist ein Landesbudget kein Polit-Theater, sondern ein Standort-Signal: Wird in Infrastruktur, Rahmenbedingungen und Umsetzungsfähigkeit investiert oder wird vor allem verwaltet?
Was am Budget 2026 aus Wirtschafts-Perspektive positiv ist
Investitionslogik ist zumindest als Ziel klar erkennbar. In der offiziellen Kommunikation zur Budgetvorlage wird explizit betont, dass ein „Spagat“ nötig sei. Einerseits Investitionen tätigen, die wirtschaftliche Impulse setzen, andererseits Stabilität halten. Das ist zumindest die richtige Grundannahme für einen Standort wie Kärnten.
Das Budgetmaterial ist strukturiert und nachvollziehbar aufbereitet. Die Erläuterungen enthalten Wirkungsziele und Kennzahlen sowie Bauprogramme (Straßen/Brücken, Landesimmobilienmanagement). Das ist wichtig, weil Standortpolitik nicht nur in Absichtserklärungen besteht, sondern in umsetzbaren Programmen.
Wo der Wirtschaftsbund Kärnten kritisch ist
Die Finanzierung ist die offene Flanke und sie betrifft Betriebe indirekt. Der Strategiebericht weist im Finanzierungshaushalt einen Bruttofinanzierungssaldo von EUR 619,59 Mio. aus. Damit wird klar: Der finanzielle Spielraum ist angespannt, und der Schuldendruck bleibt ein Thema. Für Unternehmen ist das relevant, weil finanzielle Enge oft zwei Folgen hat: entweder Investitionen werden verschoben oder es steigt der Druck, über Gebühren / Abgaben / indirekte Belastungen Spielräume zu schaffen.
Standortwirkung entscheidet sich nicht an Programmen, sondern an Durchlaufzeiten. Ein Budget kann noch so gut klingen: Wenn Verfahren, Ausschreibungen, Genehmigungen und Förderabwicklung langsam sind, verpufft die wirtschaftliche Wirkung. Genau hier ist Kärnten (wie viele Regionen) verwundbar; nicht wegen fehlender Ideen, sondern wegen mangelnder Umsetzungsrealität.
Die Prioritäten müssen dort gesetzt werden, wo Betriebe es spüren. Für den Wirtschaftsbund Kärnten heißt das: Infrastruktur ja, aber mit messbarer Umsetzung. Verwaltung ja, aber mit messbarer Beschleunigung. Jede budgetäre Maßnahme, die neue Komplexität erzeugt oder Prozesse verlängert, ist am Ende standortschädlich.
Wirtschaftsbund Kärnten: Was wir aus dem Budget ableiten
Klar ist, dass Kärnten gerade in Zeiten schwacher Konjunktur und hoher Transformationsanforderungen investieren muss. WB-Direktorin Sylvia Gstättner: „Ein Budget ist nur dann wirtschaftspolitisch gut, wenn es zwei Dinge gleichzeitig schafft: Investitionen auslösen, die reale Wertschöpfung ermöglichen (Infrastruktur, Standortqualität) und Finanzierungsrisiken so managen, dass daraus nicht später Belastungsdruck oder Investitionsstopp entsteht.“ Kärnten braucht für 2026 ein öffentliches Umsetzungs-Controlling mit zentralen Zeitachsen bei zentralen budgetrelevanten Vorhaben (Planung, Ausschreibung, Umsetzung). Nicht, um zu kontrollieren „um der Kontrolle willen“, sondern weil Planbarkeit für Unternehmen ein Standortfaktor ist.
https://www.wirtschaftsbund-ktn.at/wp-content/uploads/2026/02/landesbudget-kaernten-2026.jpg10241536Jan Leberhttps://www.wirtschaftsbund-ktn.at/wp-content/uploads/2024/10/wirtschaftsbund-logo-2024-v.pngJan Leber2026-02-24 13:46:482026-02-24 15:10:23Landesbudget Kärnten 2026: Investieren – ja. Doch die Finanzierungsfrage wird zur Standortfrage.
Gesundheit ist kein „Soft Topic“, sobald sie die Handlungsfähigkeit von Betrieben betrifft. UnternehmerInnen jonglieren Entscheidungen, Termine, Mitarbeitende, KundInnen und on top die üblichen Unwägbarkeiten. Wenn Stress nicht reguliert wird, kippen Energie, Fokus und Leistungsfähigkeit. Das ist nicht psychologisch „nice to have“, sondern betriebswirtschaftlich spürbar. Genau deshalb setzt der Wirtschaftsbund Kärnten am 24. Februar den Fokus auf dieses Thema: Beim WB-Forum „Resilienz reloaded: Gewappnet ins neue Jahr“ zeigt Stephanie Tamegger (psychosoziale Beraterin und Ernährungswissenschafterin) mit Impulsen, interaktiven Mini-Übungen und sofort anwendbaren Tools, wie Stress gezielt reguliert und Resilienz mental wie körperlich gestärkt werden kann.
Warum das in ein wirtschaftspolitisches Ressort gehört
Weil die Leistungsfähigkeit eines Standorts nicht nur an Energiepreisen und Verfahren hängt, sondern auch an den Menschen, die Betriebe tragen. Gerade in kleineren und mittleren Unternehmen hängt Stabilität oft an wenigen Schlüsselpersonen. Fällt diese Stabilität weg, wird es schnell teuer. Entscheidungen dauern länger, Fehler passieren, Wachstum wird vertagt, Ausfälle schlagen direkt durch. Resilienz ist daher kein Lifestyle-Begriff. Es ist ein Werkzeug für unternehmerische Realität.
Was das WB-Forum konkret adressiert
Stress verstehen und gezielt regulieren
Resilienz stärken, mental und körperlich
Darm & Gehirn: wie Stress Verdauung, Energie und Leistungsfähigkeit beeinflusst
Sofort umsetzbare Tools für den Arbeitsalltag
Ein Format von UnternehmerInnen für UnternehmerInnen mit Praxis, die am nächsten Tag direkt umgesetzt werden kann. „Wir reden nicht nur über Belastung, wir bieten konkrete Werkzeuge und Räume, die unternehmerische Stabilität stärken. Und wir sagen auch, wer Resilienz fordert, muss Rahmenbedingungen mitdenken, aber der erste Schritt ist immer, Betrieben und Menschen sofort anwendbare Tools zu geben“, beschreibt WB-Direktorin Sylvia Gstättner die Intention des aktuellen WB-Forums.
Resilienz als unternehmerischer Hebel
Leistung muss möglich bleiben und dazu braucht es Entlastung. Resilienz ist kein privates Hobby. Sie ist ein unternehmerischer Hebel, gerade in Zeiten, in denen Entscheidungen schneller, Teams dünner und Anforderungen komplexer werden. Das WB-Forum am 24. Februar setzt deshalb genau dort an, wo es zählt im Alltag, mit Tools, die sofort wirken.
https://www.wirtschaftsbund-ktn.at/wp-content/uploads/2026/02/gesundheit_unternehmer_vorsorge.jpg10801920Jan Leberhttps://www.wirtschaftsbund-ktn.at/wp-content/uploads/2024/10/wirtschaftsbund-logo-2024-v.pngJan Leber2026-02-16 12:48:102026-02-17 10:12:17Resilienz im Unternehmensalltag: Warum Gesundheit ein Wirtschaftsthema ist und was der Wirtschaftsbund Kärnten konkret anbietet
Viele sprechen von Vereinbarkeit. Die Klagenfurter Agentur wuapaa setzt sie um und wurde jetzt zum familienfreundlichsten Kleinunternehmen gekürt. Arbeitszeitmodelle werden individuell gestaltet, Karenz und Wiedereinstieg aktiv begleitet. Familie ist hier kein Sonderfall, sondern Teil der Personalstrategie.
Für Unternehmerinnen ist das ein relevanter Zugang: Wer flexible Lösungen anbietet, stärkt Bindung und Motivation im Team. Bei wuapaa arbeiten 14 MitarbeiterInnen in unterschiedlichen Beschäftigungsformen. Teilzeit bedeutet hier nicht Stillstand, WiedereinsteigerInnen erhalten echte Entwicklungsperspektiven.
Lebensrealität mitgedacht
Familienfreundlichkeit wird dabei nicht als Kostenfaktor betrachtet, sondern als Investition in Stabilität. Ergänzend setzt das Unternehmen auf konkrete Benefits wie Weiterbildung, Essenbons, betriebliche Pensionskasse, Gutscheine oder die private Nutzung von Firmeneigentum.
Das Beispiel zeigt: Moderne Personalpolitik entsteht dort, wo Lebensrealität mitgedacht wird. Wer Mitarbeiterinnen langfristig halten will, muss Strukturen schaffen, die Karriere und Familie nicht in Gegensatz stellen, sondern verbinden.
Fünf Fragen an wuapaa-Geschäftsführer Matija Kampuš
Was macht für dich Familienfreundlichkeit aus?
Für uns ist Familienfreundlichkeit eine konkrete Haltung und Praxis im Arbeitsalltag: Wir nehmen die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ernst und suchen gemeinsam nach Verbesserungsmöglichkeiten, um Familie und Beruf bestmöglich zu vereinbaren.
Welche Maßnahmen habt Ihr eingeführt, um familienfreundlicher zu sein?
Wir definieren gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern individuelle Arbeitszeitmodelle und sind in Akutsituationen flexibel (Homeoffice, Vertretungen). Wir unterstützen zudem beim Wiedereinstieg aus der Karenz und unternehmen Aktivitäten, bei denen auch Kinder der MitarbeiterInnen mit dabei sind – etwa bei unserer Wichtelfeier oder unserem traditionellen Minigolfturnier.
Habt ihr diese Maßnahmen allein entwickelt oder externe Hilfe gesucht?
Die Maßnahmen wurden gemeinsam im Team und mit Hilfe einer externen Personalentwicklung erarbeitet.
Welche Effekte in der täglichen Arbeit spürst Du durch diese Maßnahmen?
Die Arbeitszufriedenheit ist gerade für ein Kleinunternehmen wirklich gut.
Gibt es familienfreundliche Maßnahmen, die Du gerne noch umsetzen würdest, die es aber noch nicht in die Umsetzung geschafft haben?
Aktuell ist die ToDo-Liste zwar abgehakt, aber es werden sicher bald wieder neue Punkte dazukommen. Unsere familienfreundlichen Maßnahmen kommen ja nicht von mir. Es sind Anregungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die wir dann umsetzen.
Foto: wuaapa GmbH
https://www.wirtschaftsbund-ktn.at/wp-content/uploads/2026/02/wuapaa_gruppenbild.jpg10801920Jan Leberhttps://www.wirtschaftsbund-ktn.at/wp-content/uploads/2024/10/wirtschaftsbund-logo-2024-v.pngJan Leber2026-02-16 12:47:432026-02-16 12:47:43wuapaa ist familienfreundlichstes Kleinunternehmen
Auch 2026 hält der negative Trend am Arbeitsmarkt an: Während die Zahl der offenen Stellen in Kärnten steigt, nimmt gleichzeitig die Anzahl der Erwerbslosen zu. Vor allem in der Metall- und Elektrobrache ist der Bedarf an Fachkräften groß.
Unverändert unter Druck ist der heimische Arbeitsmarkt in das neue Jahr gestartet. Während die Zahl der offenen Stellen in Kärnten leicht auf 10.977 gestiegen ist, legt die Zahl der Erwerbslosen von Dezember auf Januar um gut 2.000 Menschen zu. Grund dafür ist neben der schwachen Konjunktur, die Österreich weiterhin im Griff hält, auch die saisonale Arbeitslosigkeit, etwa in der Baubranche.
Metall- und Elektrobranche mit akutem Mangel
Während die Arbeitslosenzahlen weiter steigen, herrscht gleichzeitig in einigen Branchen ein extremer Bedarf an Arbeitskräften. Besonders betroffen sind die Metall- und Elektrobranche sowie Technische Berufe. Auch im Gesundheitsbereich herrscht weitaus mehr Bedarf an MitarbeiterInnen als es potenzielle BewerberInnen gibt.
Entspannung gibt es allerdings auf dem Lehrstellenmarkt. Im Jänner hat sich die Zahl der jungen Menschen ohne Lehre um 2,9 Prozent verringert. Trotzdem sind in Kärnten noch immer 436 Jugendliche auf der Such nach einer Lehrstelle. Da gegenüber stehen allerdings laut AMS 427 offene Ausbildungsstellen. Auch hier gibt es im Bereich Metall/Elektro und Technische Berufe den größten Bedarf an Nachwuchs.
Wirtschaft weiterhin unter starken Druck
Nach einer hartnäckig hohen Inflation gab es in den vergangenen Tagen erste Zeichen einer möglichen Entspannung. Im Januar lagen die Preise laut Statistik Austria im Schnitt nur noch um zwei Prozent über denen im Vorjahreszeitraum. Im Dezember hatten sich Produkte noch um 3,8 Prozent verteuert. WB-Direktorin Sylvia Gstättner sieht allerdings weitere notwendige Schritte, die schnellstmöglich umgesetzt werden müssen:
Leistung muss sich lohnen Lohnnebenkosten müssen spürbar gesenkt und Sozialtransfers reformiert werden, damit Arbeit sich wieder auszahlt.
Gezielte Zuwanderung Kärntner Betriebe sind trotz hoher Erwerbslosigkeit vielfach auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Verfahren müssen schneller und unbürokratischer werden, die Rot-Weiß-Rot-Karte praxisnah reformiert und Qualifikationen rascher anerkannt werden.
Wohnen und Mobilität leistbar machen Ein funktionierender Arbeitsmarkt braucht leistbaren Wohnraum und moderne Verkehrsanbindungen, besonders im ländlichen Raum. Der weitere Ausbau von Infrastruktur und öffentlichem Verkehr ist dafür unerlässlich.
https://www.wirtschaftsbund-ktn.at/wp-content/uploads/2025/09/leeres_buero.jpg10801920Jan Leberhttps://www.wirtschaftsbund-ktn.at/wp-content/uploads/2024/10/wirtschaftsbund-logo-2024-v.pngJan Leber2026-02-13 14:48:452026-02-13 07:36:29Stellenmonitor: Mehr offene Stellen und mehr Erwerbslose
Wolfsberg (Kärnten) könnte schon bald eine zentrale Rolle in der europäischen Rohstoff- und Batterieindustrie spielen. Das Lithiumprojekt im Raum Wolfsberg/Koralpe zählt zu den bedeutendsten bekannten Lithiumvorkommen Europas und ist in den vergangenen Wochen erneut in den Fokus gerückt. Die jüngste Verlängerung der Bergbaulizenz durch die österreichische Bundesregierung sorgt für vorläufige Planungssicherheit. Gleichzeitig zeigt das Projekt aber auch, wie komplex wirtschaftspolitische Entscheidungen im Spannungsfeld von Industrie, Umwelt und Recht geworden sind.
Worum es in Wolfsberg wirklich geht
Das Wolfsberg-Projekt ist ein hartgesteinsbasierter Lithiumabbau in Kärnten, rund 270 Kilometer südlich von Wien. Lithium gilt als Schlüsselrohstoff für Lithium-Ionen-Batterien, die in der Elektromobilität, bei stationären Energiespeichern und in zahlreichen Hightech-Anwendungen eingesetzt werden. Damit steht das Projekt exemplarisch für jene Rohstoffe, die für die industrielle Transformation Europas entscheidend sind. Lithiumvorkommen in der Region sind seit Jahrzehnten bekannt, die wirtschaftliche Nutzung wurde jedoch erst in den vergangenen Jahren durch technologische Fortschritte und steigende Nachfrage realistisch. Ziel des Projekts ist es, Lithiumkonzentrat zu fördern und perspektivisch als Baustein einer europäischen Batterie- und Wertschöpfungskette weiterzuverarbeiten.
Zwei Jahre mehr Zeit, aber noch keine finale Entscheidung
Ende Jänner 2026 wurde die Bergbaulizenz für das Wolfsberg-Projekt um weitere zwei Jahre verlängert. Bestätigt wurde dies von der Projektbetreiberin Critical Metals Corp. Die Entscheidung schafft kurzfristige regulatorische Planungs- und Investitionssicherheit, ersetzt jedoch keine langfristige Klarheit über den Projektstart. Nach Angaben des Unternehmens hängt die endgültige Investitionsentscheidung weiterhin von Markt- und Finanzierungsbedingungen ab. Gespräche mit strategischen Partnern – insbesondere mit Blick auf eine mögliche Weiterverarbeitung zu Lithiumhydroxid – sollen bis Ende 2026 abgeschlossen werden. Wolfsberg bleibt damit ein Projekt mit Potenzial, aber ohne fixierten Zeitplan.
Ein Projekt mit Startvorteil: Infrastruktur, Industrie-Nähe, Know-how
Im europäischen Vergleich gilt Wolfsberg als eines der am weitesten entwickelten Lithium-Projekte. Die Nähe zu bestehender Infrastruktur – Straßen- und Bahnverbindungen – sowie zu zentralen Industrie- und Batteriestandorten in Europa stellt einen klaren Standortvorteil dar. Für die wirtschaftspolitische Bewertung ist das entscheidend: Projekte dieser Art sind nicht isoliert zu betrachten, sondern als Teil eines industriellen Gesamtsystems.
Genehmigungen, UVP, Gerichte: Wenn Verfahren zum Standortfaktor werden
Parallel zur Lizenzverlängerung bleibt die rechtliche Situation anspruchsvoll. Ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hat frühere Entscheidungen zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) aufgehoben und eine neuerliche Prüfung erforderlich gemacht. Damit sind zusätzliche rechtliche Schritte notwendig, bevor ein tatsächlicher Abbau beginnen kann. Der Fall Wolfsberg zeigt exemplarisch, wie stark Genehmigungsverfahren selbst zum wirtschaftspolitischen Faktor geworden sind. Rechtssicherheit, Verfahrensdauer und Transparenz entscheiden heute mit darüber, ob Investitionen realisiert werden; nicht nur bei Großprojekten, sondern auch bei mittelständischen Vorhaben.
Warum Europa auf Projekte wie Wolfsberg angewiesen ist
Lithium zählt zu den strategisch wichtigsten Rohstoffen der kommenden Jahrzehnte. Europa ist aktuell stark von Importen aus Drittstaaten abhängig. Eigene Förder- und Verarbeitungskapazitäten gelten daher als zentraler Baustein für industrielle Souveränität, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Das Wolfsberg-Projekt steht damit nicht nur für regionale Entwicklung, sondern auch für die Frage, wie Europa seine Rohstoffstrategie künftig umsetzt.
Das Lithium Vorkommen in Wolfsberg gilt als eines der vielversprechendsten in Europa. Foto: European Lithium
Wertschöpfung entscheidet, nicht der Rohstoff allein
Für Kärnten ist entscheidend, dass ein Projekt wie Wolfsberg nicht beim Rohstoffexport endet. Wirtschaftlicher Mehrwert entsteht dort, wo Weiterverarbeitung, industrielle Nutzung, Zulieferketten und Know-how-Aufbau stattfinden. Nur dann ergeben sich nachhaltige Effekte für Beschäftigung, regionale Unternehmen und den Standort insgesamt. Gerade für kleine und mittlere Betriebe stellt sich die Frage, ob und wie sie in solche Wertschöpfungsketten eingebunden werden können.
Investition braucht Verlässlichkeit
Die Verlängerung der Bergbaulizenz ist ein positives Signal, sie macht jedoch auch deutlich: Investitionen benötigen klare, verlässliche und zeitlich kalkulierbare Rahmenbedingungen. Ohne Planungssicherheit bleiben Projekte in der Warteschleife – mit Folgen für Beschäftigung, Innovation und Standortattraktivität. Hier zeigt sich die eigentliche wirtschaftspolitische Dimension des Wolfsberg-Projekts. Es steht stellvertretend für die Frage, wie investitionsfreundlich ein Standort tatsächlich ist.
Akzeptanz entsteht durch Transparenz, nicht durch Blockade
Neben wirtschaftlichen Faktoren spielen Umwelt- und gesellschaftliche Erwartungen eine zentrale Rolle. Transparente Verfahren, fundierte Umweltstandards und nachvollziehbare Entscheidungen sind Voraussetzung für gesellschaftliche Akzeptanz. Gleichzeitig zeigt der Fall, dass langwierige und unklare Prozesse das Vertrauen in den Standort schwächen können.
Wolfsberg als Standorttest
Der Lithiumabbau in Wolfsberg ist mehr als ein Rohstoffprojekt. Er ist ein Prüfstein für die Standortpolitik in Kärnten und darüber hinaus. Für den Wirtschaftsbund Kärnten steht dabei nicht die Frage im Vordergrund, ob Projekte dieser Art umgesetzt werden sollen, sondern wie wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht wird. Unternehmen brauchen klare Regeln, verlässliche Zeitachsen und eine Politik, die Planungssicherheit bietet, statt Investitionen im Dickicht regulatorischer Unsicherheit zu verlieren. Denn nur dort, wo Investitionen planbar sind, entstehen Arbeitsplätze, Innovation und regionale Wertschöpfung.
https://www.wirtschaftsbund-ktn.at/wp-content/uploads/2026/02/Lithium-Lizenzen-Standortpolitik-2.jpg9001500Franziska Haidukhttps://www.wirtschaftsbund-ktn.at/wp-content/uploads/2024/10/wirtschaftsbund-logo-2024-v.pngFranziska Haiduk2026-02-02 11:40:012026-02-02 11:40:01Lithium, Lizenzen, Standortfragen: Wolfsberg als Prüfstein für Kärntens Wirtschaftspolitik
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