Habenicht verlangt Aus für Magistratstankstelle

„Nicht die Aufgabe der Klagenfurter Bürger, den Umlandgemeinden günstigeren Sprit zu bezahlen!“

Gegen eine Fortführung der Magistratstankstelle in der Klagenfurter Kirchengasse als öffentliche Tankstelle sprach sich WB-Bezirksobmann Wirtschaftsstadtrat Max Habenicht aus. Die Anlage sei mittlerweile in einem desolaten Zustand und weise ein Investitionserfordernis von mehr 1,5 Million Euro auf. Dazu komme noch die laufende Abgangsdeckung. Einer Sanierung und einem Weiterbetrieb als öffentlich zugängliche Tankstelle erteilte Habenicht daher eine klare Absage: „Aus meiner Sicht ist es dem Klagenfurter Steuerzahler und der Steuerzahlerin nicht zumutbar, dass ein kleiner Teil der Stadtbevölkerung und viele Auswärtige dort ein paar Cent günstiger tanken und alle anderen Klagenfurter den finanziellen Abgang zu bedecken haben. Wenn plötzlich eine Millionensanierung droht und keine Rücklagen da sind, kann man wohl nicht behaupten, dass dort kostendeckend gewirtschaftet worden wäre.“

Großteil der Kunden sind nicht aus Klagenfurt

Bei einem Lokalaugenschein am Freitag überzeugte sich Habenicht außerdem davon, dass etwa 70 Prozent der an der Magistratstankstelle anstehenden Fahrzeuge nicht aus Klagenfurt stammen würden. Kritik, wonach eine Schließung der Tankstelle für die Öffentlichkeit das falsche Signal zur falschen Zeit sei, lässt Habenicht nicht gelten: „Hier geht es ganz grundsätzlich darum, was Aufgabe der öffentlichen Hand ist – und der billige Verkauf von Treibstoffen auf Kosten der Allgemeinheit gehört meiner Überzeugung nach nicht dazu.“ Ebenso wenig könne die Stadt wegen der hohen Inflation Brot und Gemüse billiger verkaufen als der Lebensmittelhandel. Außerdem sei die Preisersparnis marginal: Am Freitagvormittag betrug die Preisdifferenz zu umliegenden Tankstellen bei Diesel rund drei Cent. „Wer 60 Liter tankt, spart weniger als zwei Euro. Ich habe volles Verständnis für die Unzufriedenheit der Menschen mit den hohen Preisen und die Bundespolitik ist zweifelsohne aufgerufen, wirksam einzugreifen. Aber als Stadt eine Tankstelle zu betreiben, ist nicht der richtige Weg“, unterstrich Habenicht.

Magistratstankstellen für Pächter großes Problem

„Es ist nicht die Aufgabe von Kommunen Tankstellen zu betreiben“, zeigt sich Fachgruppenobmann Jürgen Scherzer erbost. Seit Jahren kämpft er gegen die Ungleichbehandlung mit Pächtern, die ihre Tankstellen wirtschaftlich führen müssen. „Eine Magistratstankstelle muss nicht auf Wirtschaftlichkeit achten und kann auch nicht wirtschaftlich geführt werden. Mich würde der Blick in die Bücher interessieren inwieweit Betriebs- und Personalkosten beim Literpreis berücksichtigt werden“, erklärt Scherzer. Die Tankstellenpächter und Betreiber stehen vor extremen Herausforderungen, die bereits existenzbedrohend sind. „Warum werden nicht Tankgutscheine an Geringverdiener ausgegeben? Damit helfen wir zielgenau und kurbeln auch noch den Wirtschaftskreislauf an“, erklärt Scherzer.

Magistratstankstelle in Villach soll jetzt Gewinne machen

Erstaunt zeigen sich Stadtrat Christian Pober und WB-Bezirksobmann Raimund Haberl über die Pläne des Bürgermeisters für die Magistratstankstelle.

Die Magistratstankstelle wurde von den UnternehmerInnen in Villach schon immer stark kritisiert. „Für mich war und ist es eine Wettbewerbsverzerrung. Es handelt sich um eine klassische Querfinanzierung, die nicht nur von Allen getragen werden muss sondern die Tankstellen-Pächter schädigt“, übt WB-Bezirksobmann Raimund Haberl Kritik. Die Idee von Bürgermeister Abel die Tankstelle gewinnbringend zu führen um damit die Straßensanierung zu finanzieren stößt bei Christian Pober auf absolutes Unverständnis: „Ich fordere eine Offenlegung der der Kalkulation. In wie weit werden Personal- und Betriebskosten berücksichtigt?“ Für Pober und Haberl ist die Idee der gewinnbringenden Führung der Tankstelle ein Frontalangriff auf die heimische Wirtschaft. „Abgesehen davon, dass so eine Tankstelle kaum bis keine Gewinne abwirft muss Straßensanierung anders gehen“, schließen Pober und Haberl.

Zeit der angenehmen Unwahrheit ist vorbei!

Statt Bilanz zu ziehen, zeigt Wirtschaftskammer Präsident Harald Mahrer auf, wo wir jetzt gemeinsam ansetzen müssen!

114.000 offene Stellen im April gemeldet

Für Wirtschaftskammer Präsident Harald Mahrer ist klar, dass die Zeit der angenehmen Unwahrheit vorbei ist und wir uns der unangenehmen Wahrheit stellen müssen. „Im April hatte das AMS 114.000 gemeldete offene Stellen. Wir gehen aber von 200.000 nicht besetzten Arbeitsplätzen aus. Und diese Lücke wird mit dem demografischen Wandel noch größer“, umreißt Mahrer die aktuelle Situation. Die Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung ist für ihn kontraproduktiv. „Unser Wohlfahrtsmodell beruht auf einem gemeinschaftlich finanzierten Sozialsystem, man darf hier keine Trittbrettfahrer zulassen“, meint Mahrer. Wenn das Wohlstandsniveau erhalten bleiben soll, müssen jetzt alle anpacken.

Anreize für Leistung setzen

Anreize für Leistung müssen gesetzt werden, etwa durch die Steuerbefreiung von Überstunden. Wer über das gesetzliche Pensionsalter arbeiten will, darf dafür nicht steuerlich bestraft werden. Die Wirtschaft braucht auch mehr Vollzeitbeschäftigung, dafür muss bei der Kinderbetreuung ganzheitlich und ohne Scheuklappen gedacht werden.

Keine Festung Österreich

Für Mahrer ist auch die „Festung Österreich“ die eine Partei errichten möchte, ein Dorn im Auge. „Österreich ist ein exportorientiertes Bundesland, wir leben vom Tourismus und brauchen für die aktuellen Herausforderungen gezielte und qualifizierte Zuwanderung“. Auch WB-Kärnten-Obmann Präsident Jürgen Mandl schlägt in die gleiche Kerbe: „Um unser Arbeitskräfteproblem zu lösen, begeben wir uns in Kärnten erstmals auf gezielte und professionelle Suche nach Fachkräften innerhalb der EU und in Drittstaaten. Aktuell werden 50 bis 100 Pflegekräfte gesucht.“ Aber die Augen werden für alle Branchen offen gehalten.

Inflation ist keine Gierflation

Dass den Unternehmen jetzt auch noch unterstellt wird, Treiber der Inflation zu sein, ist für Mahrer unverschämt. „Gerade Klein- und Mittelbetriebe leiden enorm unter der hohen Inflation. Was wir brauchen ist jetzt ein Agieren mit Hausverstand. Wir können uns keine überzogenen Lohnabschlüsse mehr leisten“. Dass die Inflation in Österreich über dem Europaschnitt liegt, ist für Mahrer auch ein bisschen hausgemacht. Leider habe die Regierung die Rufe der Sozialpartner ignoriert und nicht in die Preisbildung am Strommarkt eingegriffen.

Fotocredit: Marek Knopp

AMS-Vorstand Kopf stand dem WB Rede und Antwort

Der Wirtschaftsbund Kärnten konnte den Vorstand des Arbeitsmarktservice Österreich, Dr. Johannes Kopf, für eine Diskussionsstunde gewinnen.

„Zukunft des Arbeitsmarktes – wohin geht die Entwicklung?“ – unter diesem Titel gab Kopf einen Impuls zur derzeitigen Situation und zu den Prognosen für die nächsten Jahre.

In den Räumlichkeiten des Wirtschaftsbundes fanden sich dutzende Unternehmer ein, um die Chance zu nutzen, Informationen aus erster Hand zu bekommen und auch kritisch zu hinterfragen, wie das AMS Österreich auf die Herausforderungen am Arbeitsmarkt reagieren will und in den Austausch zu den brennendsten Themen rund um den Arbeitsmarkt zu gehen

Kritisch diskutiert wurden neben Dauerbrennern wie der Rot-Weiß-Rot-Karte und den Drittstaatenkontingenten das Potential aber auch die Grenzen der neuen Flexibilität in der Arbeitswelt. „Remote work und freie Wahl der Arbeitszeit wird für das Handwerk, produzierende Gewerbe und viele weitere Bereiche nur in Sonderfällen umsetzbar sein“, so einer der Anwesenden.

Im Anschluss wurde noch ausgiebig diskutiert, wie viele Arbeitskräfte denn gebraucht werden, woher sie kommen und wann und wo sie arbeiten sollen.

 

Public Viewing: denk.süd mit interessantem Format

#touch.point @ WAKEUP INNOVATION TALK:

Gemeinsam mit dem I3 (Initiative Intelligent Innovation) und dem Bildungshub Kärnten wird die Denkfabrik „denk.süd“ ab sofort bei dem inspirierenden Talkformat „WakeUp Innovation Talk“ als „Lernort“ mit dabei sein.

Was bedeutet das? Man trifft sich gemeinsam und live vor Ort, lernt in einer kurzen Einführung die wichtigsten Eckpunkte zum aktuellen Thema kennen und steigt dann live in den Online-Talk ein. Dort gibt es dann auch jede Menge Gelegenheiten, um in Breakout-Sessions zu unterschiedlichen Sichtweisen des Themas zu diskutieren.

Warum sind wir dabei?
Wirtschaftsbund-Mitglieder haben die Möglichkeit, an diesen live-sessions vor Ort teilzunehmen und können mitdiskutieren, vor allem können sie mitlernen!
Abgesehen davon, dass es sich um ein sehr innovatives Eventformat handelt, ist für unsere Arbeit der Austausch mit Anderen, Denkfabriken, Innovationsräumen und visionären Zukunftsgestaltern ein ganz wichtiges Element. Über dieses Format vernetzen wir uns auf einfache Weise mit über 10 weiteren Lernräumen in ganz Österreich, sowie im Süden Deutschlands.

Der nächste Termin:

Mittwoch, 17. Mai, 17.30 Uhr:

„Die lernende Gemeinde“mit Dr. Andreas Salcher

Die zentrale Idee des Modells der LERNENDEN GEMEINDE ist es, Schulentwicklung nicht primär aus der Perspektive einzelner Schulen zu denken, sondern lernende regionale Gemeinschaften zu bilden. LERNENDE GEMEINDEN heben die unentdeckten Schätze und nutzen die Talente und Potenziale in ihrer Region. Dadurch sorgen sie für mehr Lebensqualität. Die Erreichung dieser Ziele erfordert ein starkes Miteinander der Kindergärten, Schulen, Unternehmen und sozialen Initiativen, letztlich jedes einzelnen Bürgers und jeder einzelnen Bürgerin.

Benefit für unsere TeilnehmerInnen:
Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestsellerautor und ein kritischer Vordenker in Bildungsthemen.  In diesem Talk erfahren wir aus erster Hand, aber auch im Austausch mit Zukunftsgestaltern aus anderen Regionen, welche Chancen sich aus diesen Entwicklungen für unsere Regionen und unseren Wirtschaftsstandort Kärnten ergeben. Was können wir ableiten und den relevanten EntscheidungsträgerInnen im Land weitergeben?

Infos zur kostenlosen Teilnahme am WakeUp Innovation Talk:

Termin: Mittwoch, 17. Mai 2023, 17.30 Uhr (bis ca. 19.30 Uhr)
Ort: denk.süd @ Wirtschaftsbund Kärnten, Bahnhofstraße 59, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
Ablauf: kurze Begrüßung und Einführung ins Thema – gemeinsame Teilnahme am Online-Talk (public-viewing-Konzept) – abschließende Feedback-Runde. Für Snacks und Erfrischungen ist gesorgt!

Interesse? – Gleich hier anmelden!

60 Jahre Innovation und Tradition im Familienbetrieb

Das Klagenfurter Unternehmen „K. u. M. Jud Gesellschaft m.b.H.“ mit Sitz in Klagenfurt blickt auf eine lange und erfolgreiche Geschichte in der Softwareentwicklung für Kunden in Österreich und darüber hinaus zurück. Das 1965 von Karl und Maria Jud gegründete Familienunternehmen hat sich im Laufe der Jahrzehnte stets weiterentwickelt und durch seine Innovationskraft als beständiger Marktteilnehmer etabliert.

Kürzlich erhielt das Unternehmen einen besonderen Besuch von Stadtrat Max Habenicht, der der Familie Jud zu ihrem Erfolg gratulierte und den Betrieb besichtigte. Während des Besuchs hatte Habenicht die Gelegenheit, sich aus erster Hand von den fortschrittlichen Systemen und Techniken zu überzeugen, mit denen das Unternehmen Softwarelösungen rund um die Büroanforderungen für verschiedenste Branchen anbietet.

Angesichts der anhaltenden Unsicherheit in der Weltwirtschaft sind Unternehmen wie die „K. u. M. Jud Gesellschaft m.b.H.“ ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Hingabe und Innovation zu langfristigem Erfolg führen können.

Wirtschaftsstrukturanalyse angekündigt

Das Klagenfurter Stadtmarketing hat gemeinsam mit dem Wirtschaftsservice der Stadt eine umfassende Analyse der Wirtschaftsstrukturen angekündigt. Das Projekt wird maßgeblich vom Land Kärnten und der Wirtschaftskammer Kärnten unterstützt.

Die österreichische Wirtschaft steht vor einer Reihe von Veränderungen, die sich nicht nur auf die aktuelle COVID-19-Pandemie, die hohe Inflation und die Energiepreise beschränken. Die konsumorientierten Branchen in den Innenstädten sind gezwungen, sich auf neue Einkaufsmuster und -verhaltensweisen, Online-Shopping, Digitalisierung und den Rückzug von Magnetbetrieben und Infrastrukturen einzustellen. Diese Veränderungen bieten aber auch Chancen, wie die steigende Nachfrage nach kleineren Flächen und die Bio- und Fair-Trade-Orientierung der Konsumenten.

Wirtschaftsreferent Max Habenicht erläuterte, dass die letzte Wirtschaftsstrukturanalyse in der Stadt vor über einem Jahrzehnt durchgeführt wurde. Der zunehmende Internet-Boom, die Pandemie und die aktuelle Inflationswelle haben grundlegende Veränderungen mit sich gebracht, die für Klagenfurt bisher noch nicht umfassend erhoben wurden. Die aus der Analyse gewonnenen Daten werden genutzt, um erfolgreiche Standortentwicklungsstrategien für die Stadt zu entwickeln, insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen der Koralmbahn auf die zukünftige Entwicklung der Stadt.

Die Klagenfurter Wirtschaftsstrukturanalyse besteht aus sieben Modulen, die sich auf die Analyse der Handels-, Gastronomie-, Gewerbe- und Dienstleistungsstrukturen im gesamten Stadtgebiet konzentrieren. Untersucht werden die qualitativen und quantitativen Strukturen in den Bereichen Handel, Gastronomie, konsumnahe Dienstleistungen und Gewerbe sowie die Kaufkraftströme und die Besuchs- bzw. Nichtbesuchsmotive der Bürger aus Klagenfurt, dem Land und den angrenzenden Gebieten wie Slowenien und Oberitalien. Mit der Durchführung der Analyse wurde die CIMA Austria Beratung + Management GmbH, eine renommierte Stadt- und Standortberatungsagentur, beauftragt.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Analyse wird die Bewertung der Standort- und Wertschöpfungseffekte der Top 20 Industrie-, Handels-, Logistik- und IT-Unternehmen in Klagenfurt sein. Ziel der Studie ist es, die Werte und Wünsche dieser Unternehmen sowie ihre aktuelle und zukünftige Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Klagenfurt zu ermitteln.

Die Ergebnisse der Wirtschaftsstrukturanalyse werden wichtige Orientierungsrahmen für Klagenfurt Marketing und das Wirtschaftsservice der Stadt liefern. Sie werden aber auch für viele andere Ziel- und Nutzergruppen genutzt werden. So werden z.B. Abfragen zum aktuellen Einkaufsverhalten konkrete Daten zum Mobilitätsverhalten der Konsumenten liefern und Wettbewerbsklassifizierungs- und Branchendaten werden interessierten Betrieben für die Weiterentwicklung ihrer betrieblichen Standortstrategien zur Verfügung gestellt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wirtschaftsstrukturanalyse für Klagenfurt angesichts der starken Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds in den letzten Jahren längst überfällig ist. Die Durchführung der Analyse wird den Behörden der Stadt Klagenfurt und anderen Nutzern helfen, wichtige Informationen und Orientierungshilfen zu erhalten, um effektive Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Die Ergebnisse der Analyse werden voraussichtlich im Sommer 2023 vorliegen und einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.

B317-Spatenstich: großer Erfolg für Region

Der Ausbau der S37/B317 ist nicht nur ein Sicherheitsfaktor sondern ebenso wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung für den Bezirk St. Veit.

Nach langwierigen und mühsamen Verhandlungen und intensivem Austausch mit der Bundesregierung durch den Wirtschaftsbund in Zusammenarbeit mit der Landespolitik konnte nun ein Erfolg verbucht werden: Auf Höhe St. Veit an der Glan erfolgte der Spatenstich für den ersten Abschnitt des Sicherheitsausbaus der S37.

WB-Bezirksobmann Walter Sabitzer freut sich über den Verhandlungserfolg und betont: „Die Koralmbahn ist ein wichtiger Boost für die Kärntner Wirtschaft, aber es darf nicht vergessen werden, wie essentiell die S37/B317-Strecke für den Anschluss des Kärntner Zentralraums an die Wirtschaftsräume der Obersteiermark ist.“

Hunderte Klein- und Mittelbetriebe in der Region Mittelkärnten, aber auch Groß- und Industriebetriebe benötigen einen leistungsfähigen Verkehrsanschluss. Die Touristiker der Region sind abhängig von guter Infrastruktur, die ihren Gästen eine bequeme Anreise ermöglicht. Für die Gewerbe- und Handelsbetriebe spielen nicht nur die Zulieferung von Rohstoffen und der Absatz der Produkte eine Rolle, sondern auch die Erreichbarkeit der Betriebe für die ArbeitnehmerInnen ist mittlerweile ein kritischer Faktor geworden. „Auch in unserem Bezirk herrscht ein Mangel an MitarbeiterInnen. Eine gute Verkehrsinfrastruktur bedeutet kurze Wege in die Arbeit und wieder nachhause – das erhöht die Chancen unserer Unternehmen am Arbeitsmarkt“, erklärt Sabitzer.

Das erste Teilstück zeige das Commitment der Bundesregierung, man dürfe sich aber nicht zurücklehnen, so der WB-Mandatar. „Wir müssen dran bleiben, und für einen vollständigen Ausbau bis zur Landesgrenze kämpfen!“, mahnt Sabitzer. Seitens der steirischen KollegInnen wird um den Anschluss von Norden her interveniert. „Wir stehen in gutem, engen Austausch mit den Steirern und arbeiten konsequent weiter an dieser Lebensader für unsere Bezirke“, so Sabitzer abschließend.

 

Foto: Montage WB/Sabitzer

Ausbau der erneuerbaren Energien in Kärnten: Herausforderungen und Chancen

Die Kleinwasserkraft ist in Kärnten seit Langem weit verbreitet. Die langwierigen bürokratischen Genehmigungsverfahren für Wasserkraftwerke, Solar- und Windkraftanlagen werden jedoch von Betreibern und der Industriellenvereinigung kritisiert. Mehr als 200 Anträge sollen beim Land Kärnten auf der Warteliste stehen, was zu Verzögerungen und Unsicherheiten führt.

Bedeutung des Ausbaus der erneuerbaren Energie
Christoph Aste, der Kärntner Landessprecher des Österreichischen Kleinwasserkraftverbandes und ehemaliger Fachgruppenobmann der Ingenieurbüros, betont den bedeutenden Beitrag von Kleinwasserkraftwerken zum Energiemix, vor allem in abgelegenen Gebieten, wo keine andere Stromerzeugung zur Verfügung steht. Diese Anlagen könnten eine entscheidende Rolle bei der Sicherstellung der Energieversorgung im Falle eines Stromausfalls spielen, insbesondere nachts, wenn die Photovoltaikanlagen nicht aktiv sind.

Effizienz im Genehmigungsverfahren
Aste räumt ein, dass der Rückstau von über 200 Anträgen im Anbetracht der Tatsachen durchaus realistisch ist.
Dies ist vor allem auf die begrenzten Ressourcen der staatlichen Experten zurückzuführen, die für die Beurteilung der Verfahren auf Bezirksebene benötigt werden. Aste hofft, dass die neue Regierung unter der Leitung von Martin Gruber die Verzögerungen im Genehmigungsverfahren beseitigen und die Erteilung von Genehmigungen beschleunigen wird.

Zukünftige Chancen
Astes Fachgruppen-Nachfolger Hannes Schwinger, ein weiterer Befürworter der Kleinwasserkraft, ist optimistisch über die jüngste Verlagerung der Energiezuständigkeit auf die ÖVP und erwartet einen bedeutenden Schritt nach vorne beim Ausbau der erneuerbaren Energie in Kärnten. Aste teilt diese Ansicht und zeigt sich zuversichtlich, dass Martin Gruber das Genehmigungsverfahren besser als sein Vorgänger gestalten kann.

Das Programm der neuen Regierung suggeriert einen Paradigmenwechsel hin zu einem beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien und einer Verschlankung der bürokratischen Prozesse. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Dinge im Einzelnen entwickeln werden. Für konkrete Aussagen ist es noch zu früh, aber Aste und Schwinger sind zuversichtlich, dass sich positive Veränderungen abzeichnen und der Ausbau der Kleinwasserkraft in Kärnten vorangetrieben wird.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien für eine nachhaltige Entwicklung, die Energiesicherheit und den Klimaschutz unerlässlich ist. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es entscheidend, effiziente und zeitnahe bürokratische Verfahren bei der Genehmigung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien zu gewährleisten. Das Engagement und die Maßnahmen der Regierung zur Erreichung dieses Ziels werden für die Zukunft der erneuerbaren Energien in Kärnten entscheidend sein.

Mobilität jetzt neu denken

Der Bau der Koralmbahn schreitet voran und in nicht einmal drei Jahren werden die ersten Züge den Alpe-Adria-Raum miteinander verbinden.

Eine Jahrhundertchance für unser Bundesland, wenn wir jetzt die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Und damit meine ich in erster Linie ein gesamtheitliches und kluges Verkehrskonzept. Nur wenn wir es schaffen, dass unsere  Mitarbeiter schnell und unkompliziert in unsere Betriebe kommen, haben wir die Chance, unser Fachkräfteproblem abzufedern. Das fängt bei Kleinbussen an und hört bei individuell buchbaren Sammeltaxis auf. Mit dem Verladebahnhof in Fürnitz haben wir ein erstes wichtiges Projekt umgesetzt, das perfekt die Synergien zwischen Straße und Bahn nutzen kann und ein starkes Verkaufsargument für den Wirtschaftsstandort Kärnten werden kann. Aber wir müssen auch über das Straßennetz reden. Nur wenn wir die Waren schnell und sicher von den Bahnhöfen ins Umland transportieren, kann das ganze Land davon profitieren. Mit dem Sicherheitsausbau der S37 ist ein erster wichtiger Schritt gelungen, aber ohne den Ausbau der B317 kappen wir nicht nur einen Bezirk von der Hauptschlagader, sondern verschenken die Möglichkeit Kärnten und die Obersteiermark effizient zu verbinden,

meint Ihre