WB-Maronifeste in St. Veit, Villach und Klagenfurt: Genussvolles Netzwerken und gute Stimmung

Unsere Maronifeste sind traditionell der stimmungsvolle Auftakt in die Adventszeit und ein geselliger Jahresabschluss der Wirtschaftsbund Familie.

Am 09. November 2023 eröffnete die Bezirksgruppe St. Veit mit BGO Walter Sabitzer die Maronisaison am wunderschön dekorierten Brunnerhof in Pirkfeld.

In Villach lud am 15. November BGO Raimund Haberl gemeinsam mit BGO Villach Land Hannah Widnig die UnternehmerkollegInnen zum Maronifest in die gemütliche Greislerei ein.

Das Maronifest in Klagenfurt fand im Anschluss an die Bezirksversammlung statt, bei der Franz Ahm zum neuen Bezirksobmann gewählt wurde.
Im Felsenkeller wurde am 23. November bis spät in die Nacht gefeiert.

Die Gäste genossen bei guter Stimmung die frisch gebratenen Maroni, die regionalen Köstlichkeiten und die ungezwungene Atmosphäre. Man hatte Zeit zu plaudern, sich über Aktuelles auszutauschen und die vergangenen Monate Revue passieren zu lassen.

Unsere Maronifest-Trilogie war wieder ein Erfolg und stärkte die Gemeinschaft und den Zusammenhalt der Unternehmerschaft in den Regionen.

 

 

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EDITORIAL: Bablers Welt

Alles könnte so gut sein, gerecht und vor allem gleich. Von der Wiege bis zur Bahre wacht der gute Vater Staat über das Wohlergehen seiner dankbaren Bürgerinnen und Bürger, nimmt‘s den Reichen, gibt’s den Armen, sorgt für Gerechtigkeit in dieser heißesten aller Kapitalistenhöllen, schützt die Arbeiterklasse vor Ausbeutung und speist die hungrigen Kindermäuler.

Ungefähr so muss es in jenem Paralleluniversum zugehen, in dem Andreas Babler lebt und aus dem er die Überzeugung schöpft, am Traiskirchner Wesen solle die Republik genesen. Ausgerechnet jene kleine Republik, die jährlich die unvorstellbare Summe von 130 Milliarden Euro für den sozialen Ausgleich aufbringt und damit weltweit ganz weit vorne steht, was den Schlachtruf von der sozialen Gerechtigkeit betrifft. Mehr als 30 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung entfielen im vergangenen Jahr auf Sozialausgaben. „Die Umverteilung über Steuern, Sozialbeiträge und öffentliche Geld- und Sachleistungen führt in Österreich zu einer deutlich gleichmäßigeren Verteilung der Ressourcen auf die Bevölkerung“, sagte Wifo-Direktor Gabriel Felbermayr erst vor wenigen Tagen bei der Präsentation einer großen Umverteilungsstudie.

Die gewaltige Staatsausgleichsmaschinerie führt – verkürzt – dazu, dass das untere Einkommensfünftel statt fünf Prozent immerhin 13 Prozent der Einkommen bezieht und das oberste Fünftel statt 44 Prozent nur 31. Durch die Umverteilung reduziere sich sowohl die Einkommensungleichheit als auch die Armutsgefährdung, folgern die Studienautoren. Das System funktioniert so gut, dass überhaupt nur mehr 20 Prozent der Menschen netto mehr ins System einzahlen, als sie herausbekommen; im Umkehrschluss: 80 Prozent bekommen mehr Transfers, als sie an Steuern und Abgaben leisten.

Doch was kümmern Babler Fakten, wenn es darum geht, die Sozialdemokratie vorwärts in die goldenen Zeiten zurückzuführen? In seiner Welt ziehen ausgemergelte Kinderscharen durch die Gassen, während auf den Straßen die Arbeiterklasse rote Fahnen schwingend marschiert, „Wir-sind-kei-ne-Bitt-stel-ler“ skandiert und verlangt, das „leistbare Leben“ – eine Art „Inflationsverbot“ für Lebensmittel, Strom Wasser, Wärme und Wohnen – als Staatsziel in die Verfassung zu schreiben. Wahrscheinlich gleich neben die 32-Stunden-Arbeitswoche bei vollem Lohnausgleich.

In der richtigen Welt funktionieren Bablers antiquierte Sozialistenträume leider nicht. Hier hat sich schon vor fast hundert Jahren das Konzept der sozialen Marktwirtschaft durchgesetzt mit dem Ziel, „auf der Basis der Wettbewerbswirtschaft die freie Initiative mit einem gerade durch die wirtschaftliche Leistung gesicherten sozialen Fortschritt zu verbinden“ – so schrieb es erstmals der Nationalökonom Alfred Müller-Armack Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Will man also Wohnen billiger machen, könnte man – beispielsweise im gefühlt seit ewig rot regierten Wien – Bauvorschriften vereinfachen oder mehr Bauflächen ausweisen, damit der Kostendruck sinkt und die Mieten billiger werden. Doch der Wiener Bürgermeister Ludwig dürfte ohnehin von den Inflationshirngespinsten seines Parteikollegen Babler nicht übermäßig angetan sein: In der Bundeshauptstadt sind die Essenskosten an städtischen Horten und Ganztagsschulen sowie städtischen und privaten Kindergärten gerade um 10,5 Prozent hinauf geschnalzt.

So wird der vermeintlich visionäre Sozialreformer Babler eines Tages schmerzvoll erkennen müssen, dass seine Ideen in der echten Welt statt Fortschritt einen gewaltigen Rückschritt bedeuten. Ob er damit ein Wählerschwarm ist?

Meint Ihre

Sylvia Gstättner

Klagenfurts Finanzkrise: Ahm mahnt zu schnellem Handeln

Nachdem berichtet wurde, dass städtische MitarbeiterInnen in einem dreiseitigen Brief vor einer drohenden Pleite der Landeshauptstadt warnen und auf die Notwendigkeit massiver Einsparungen und das Stoppen von Großprojekten wie dem Hallenbad hinweisen, traf sich der Klagenfurter Gemeinderat, um lediglich zwei Tagesordnungspunkte zu besprechen – von der Budgetmisere war keine Rede. „Es ist ein Armutszeugnis, dass die finanziellen Schwierigkeiten Klagenfurts nicht einmal thematisiert werden“, kritisiert der LGO-Stv.

Franz Ahm sieht in der Reaktion der Stadtpolitik auf den Alarmruf der Mitarbeiter eine Verleugnung der Realität: „Wir können die wirtschaftlichen Probleme, denen Klagenfurt gegenübersteht, nicht länger ignorieren. Die finanziellen Schwierigkeiten der Stadt haben sich verschärft, und die Stadtregierung bleibt untätig. Dies treibt Klagenfurt weiter in den finanziellen Abgrund, was sowohl für die ansässigen Unternehmen als auch für die Bürgerinnen und Bürger schwerwiegende Folgen hat.“

Er fordert, dass die Stadtregierung endlich Verantwortung übernimmt und die finanzielle Gesundheit der Stadt als oberste Priorität behandelt. „Die Stadtregierung muss die Haushaltsstrukturen überdenken, transparent mit der Bevölkerung kommunizieren und eng mit lokalen Unternehmen zusammenarbeiten, um Lösungen zu finden“, sagt Ahm. „Die Wirtschaft ist das Fundament unserer Stadt, und die Nachlässigkeit der Stadtregierung untergräbt dieses Fundament. Klagenfurt darf die finanzielle Realität nicht weiter ignorieren – so bitter sie auch sein mag.“

WB-Zirkel 2023: Teamspirit, Mut und Austausch

Zahlreiche UnternehmerInnen folgten der Einladung des Wirtschaftsbundes zum WB-Zirkel 2023. Hochkarätige Vorträge, spannende Diskussionen und inspirierende Keynotes prägten einen Abend, der im Zeichen von Teamspirit, Mut und Austausch stand.

Spitzensportler und Motivationscoach Mag. Dieter Kalt machte den Anfang und brachte die Menge zum Jubeln, denn „in Kärnten spielen wir um zu gewinnen!“

Dass KI nicht dein Feind sondern Freund ist – davon hat uns Mag. Delphine Rotheneder überzeugt. Neben vielen Praxistipps rund um Chat GPT & Co gab es noch einen humorvollen Hinweis am Rande: „Sei höflich zu deiner KI, man weiß ja nie!“

Dr. Kristin Hanusch-Linser betonte in ihrer packenden Keynote „Mut zum Change“, die Kunst, Krisen zu Happy Ends zu verwandeln.

Gesamt ein inspirierender und spannender Nachmittag und Abend für alle TeilnehmerInnen, der mit vielen Selfies und geselligem Netzwerken ausklang.

SAVE THE DATE: WB-Zirkel 14.03.2024

Aufgrund des großen Erfolges ist der Termin für den nächsten WB-Zirkel bereits fixiert. Freut Euch auf eine fulminante Fortsetzung!

Klagenfurt am Abstellgleis? Warum die Koralmbahn-Zukunft kein Schlafwagen sein darf

In weniger als 800 Tagen ist es gelebte Realität. Die Koralmbahn hält regelmäßig am Klagenfurter Hauptbahnhof. Chance und Risiko für die Stadtentwicklung Klagenfurts.

„Derzeit scheint die Klagenfurter Stadtregierung diesen Zug allerdings zu verpassen – ein Desaster, das es abzuwenden gilt“, kritisiert LGO-Stv. Franz Ahm. Wie kann also sichergestellt werden, dass Klagenfurt bestmöglich von dieser sozio-ökonomischen Jahrhundertchance profitiert?

Die Koralmbahn, die Klagenfurt und Graz in nur etwa 45 Minuten verbinden wird, bietet eine Vielzahl an ökonomischen und infrastrukturellen Chancen. Mit einer Gesamtinvestition von rund 5,5 Milliarden Euro verspricht dieses Verkehrsprojekt ein Katalysator für regionale Entwicklung zu werden. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2025 geplant, und die erwartete Kapazität liegt bei ungefähr 20 Millionen Fahrgästen pro Jahr. Die Bahn wird die wirtschaftliche Vernetzung zwischen Kärnten und der Steiermark revolutionieren und könnte den Güterverkehr um bis zu 31 Prozent steigern, was wiederum die Wettbewerbsfähigkeit der angeschlossenen Regionen erhöhen wird.

Bisher sind dies lediglich Planspiele, doch steht dahinter ein Potential, das von allen betroffenen Regionen genutzt werden muss. Genau hier zeigen sich massive Versäumnisse der Klagenfurter Stadtpolitik und dafür findet Ahm klare Worte: „Die kaum zu überbietende Lethargie im Klagenfurter Rathaus ist geradezu tragikomisch.“ Einmal mehr zeigt sich, wie unvorbereitet und naiv die politisch Verantwortlichen in Zukunftsfragen sind. „Während sich andere auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Zukunft vorbereiten, beschäftigt sich unsere Stadtregierung mit kleingeistigen Streitereien und verpasst damit wertvolle Chancen“, klagt der WB-Funktionär.

Deshalb fordert der Unternehmer und Interessenvertreter ein Paket an Maßnahmen umzusetzen, das sicherstellt, dass die regionale Wirtschaft den den Anschluss nicht verpasst:

  • Gesamtkonzeption Bahnhofsviertel (Station City): Ziel ist es, Klagenfurt als zukunftsorientierte Stadt zu positionieren, die nicht nur vom Bahnhof bis zur angrenzenden Bildungsmeile reicht.
  • Revitalisierung der Bahnhofstraße: Eine Neugestaltung muss die Bahnhofstraße zu einer vitalen Lebensader zwischen Innenstadt und Bahnhof transformieren.
  • Agentur für Wirtschaftsentwicklung: Ein ganzheitliches Wirtschaftsleitbild mit einer Ansiedlungsoffensive für die AREA Süd ist notwendig, um Unternehmen zu gewinnen und zu fördern.
  • Durchdachtes Mobilitätskonzept: Die Entwicklung eines Infrastrukturnetzes für zukunftsfähige ÖPNV-Lösungen und ein modernes Radwegenetz sind dringend erforderlich.
  • Weiterentwicklung des Lendkanals: Dieser soll als urbane Wasserstraße zwischen Innenstadt, Universität und Wörthersee fungieren.

In den verbleibenden 800 Tagen muss von den Klagenfurter EntscheidungsträgerInnen das nachgeholt werden, was in den letzten Jahren versäumt wurde, sonst sind über 100.000 BürgerInnen einmal mehr Opfer von fataler Stagnationspolitik.

Kärntens neue Strategie gegen Arbeitskräftemangel

„Bis zum Jahr 2040 fehlen Kärnten bis zu 50.000 Menschen im erwerbsfähigen Alter, wenn wir nicht jetzt die richtigen Maßnahmen setzen!“ warnt Jürgen Mandl. Diese demografische Verschiebung stellt eine ernste Bedrohung für den regionalen Wohlstand dar und erfordert schnelle und effektive Lösungen.

Vielfältige Maßnahmen zur Behebung des Fachkräftemangels

LGO Präsident Jürgen Mandl schlägt ein ganzes Bündel von Maßnahmen vor, um dem bereits bestehenden und zukünftigen Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken. Hierzu gehört der Ausbau der Kinderbetreuung, um den Wiedereinstieg von Müttern in Vollzeitpositionen zu erleichtern, sowie Steuerentlastungen für PensionistInnen, die ihre Expertise weiterhin im Arbeitsmarkt einbringen möchten. „Um die Leistungsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes und den gesellschaftlichen Wohlstand in Kärnten zu erhalten, ist allerdings ein qualifizierter Zuzug aus dem Ausland unumgänglich“, betont Mandl.

Internationale Rekrutierung als Schlüsselstrategie

Die Landesregierung hat Mandls Initiative aufgegriffen und die Etablierung einer Standortagentur für Arbeitskräfte beschlossen. Gezielt soll hier die Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland, insbesondere in den Sektoren Pflege, Elektronik/Elektrotechnik und Metallbearbeitung, erfolgen.

Gelebte Willkommenskultur als Erfolgsfaktor

Für die neu rekrutierten Fachkräfte sind umfassende Integrationsmaßnahmen in Planung. Neben Sprachkursen wird auch Unterstützung bei der Wohnungssuche, bei Behördengängen und bei der Anerkennung von Qualifikationen angeboten.

Finanzierung und Zukunftspläne

Für diese Initiative sind dank des Einsatzes von Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig  im kommenden Jahr mindestens drei Millionen Euro von Seiten des Landes vorgesehen. Entsprechende Kommunikationsmaßnahmen im Rahmen der Akquise werden durch das Standortmarketing im Ausmaß von rund 1,4 Millionen Euro unterstützt.

Busunglück auf B317 zeigt erneut dringenden Bedarf für Sicherheitsausbau

Walter Sabitzer, Bezirksobmann St. Veit, unterstreicht die dringende Notwendigkeit eines Sicherheitsausbaus der B317 nach schwerem Busunglück bei Micheldorf.

Der tragische Vorfall zeigt die unaufschiebbare Erfordernis, Maßnahmen zur Verkehrssicherheit der B317 umzusetzen, eine Straße, die immer wieder Unfälle mit Todesopfern verzeichnet, zuletzt im Mai dieses Jahres. „Die Verbesserung der Straßensicherheit auf der B317 ist buchstäblich eine lebenswichtige Angelegenheit“, betont Sabitzer.

Der Bezirksobmann kritisiert zudem Verkehrsministerin Eleonore Gewessler für die Aussetzung der bereits fortgeschrittenen Ausbaupläne der B317. „Ein vierspuriger Ausbau der B317 bis zur Landesgrenze ist unverzichtbar, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und den Wirtschaftsstandort Mittelkärnten zu stärken“, sagt er. „Jeder vermeidbare Unfall und jedes Todesopfer auf der B317 ist inakzeptabel, und die Verantwortung dafür liegt bei Ministerin Gewessler.“

Abschließend weist Sabitzer auf die klaren Ausbauversprechen im Kärntner Regierungsprogramm hin. „Diese Versprechen müssen jetzt umgesetzt werden“, fordert er. „Der neu entstehende Wirtschaftsraum zwischen Kärnten und der Steiermark benötigt bestmögliche Verkehrsverbindungen, sowohl auf der Schiene als auch auf der Straße.“

Das war unser Familienfest „mitnånd“

Unser Familienfest „mitnånd“ war ein voller Erfolg und ein lebendiges Beispiel für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Bei strahlendem Sonnenschein fand sich die WB-Familie zusammen, um einen Tag voller Spaß, Spiel und Gemeinschaft zu erleben. Verschiedene Spielstationen für die Kleinen, kulinarische Köstlichkeiten für die Großen und eine Hüpfburg sorgten für gute Laune bei allen Altersgruppen. Die entspannte Laune war nahezu greifbar und die fröhlichen Laute spielender Kinder waren an jeder Ecke vernehmbar.  „mitnånd“ hat gezeigt, dass Gemeinschaft und familiärer Zusammenhalt in unserer schnelllebigen Zeit nichts an Bedeutung verloren haben. Wir freuen uns bereits auf das nächste Familienfest und die Gelegenheit, erneut mitnånd wunderbare Momente zu erleben.

 

Naturgefahren in Österreich: Umdenken aller Akteure gefordert

Die Auswirkungen des Klimawandels sind in Österreich bereits deutlich zu spüren, und die Notwendigkeit eines tiefgreifenden Umdenkens bei allen Akteuren ist überfällig. Versicherungsexperten, Klima- und Präventionsforscher betonen die Dringlichkeit von Vorsorgemaßnahmen auf Mikro- und Makroebene und pochen auf ein entschiedenes Handeln der Politik.

Zunehmende Auswirkungen des Klimawandels

Der Klimawandel, einst als unbestimmte Zukunftsvision betrachtet, zeigt sich heute in Form einer steigenden Intensität von Extremwetterereignissen. Laut KR Mag. Klaus Scheitegel, Vizepräsident des österreichischen Versicherungsverbandes VVO, ist aufgrund der wachsenden Siedlungsdichte in Österreich eine weitere signifikante Zunahme von Schadensereignissen zu erwarten.

Änderungen bei extremen Wetterereignissen

Klimaforscher Dr. Marc Olefs von der GeoSphere Austria stellt fest, dass sich in Österreich bereits Änderungen bei den extremen Wetterereignissen zeigen. Tage mit großen Regenmengen haben in den letzten Jahrzehnten um rund 30 Prozent zugenommen, während Tage mit wenig Regen seltener geworden sind

Prävention: Notwendigkeit von zielgerichteten Maßnahmen

Trotz der Zunahme von Naturkatastrophen und Extremwetterereignissen ist die Vorbereitung auf solche Ereignisse in Österreich noch unzureichend. Der österreichische Versicherungsverbandes VVO, Mag. Christian Eltner, betont, dass die Risiken immer noch stark unterschätzt werden und alle Bundesländer gleichermaßen gefährdet sind.

Standortabhängige Pflichtversicherung für Unwetterschäden

Fachgruppenobmann der Versicherungsmakler Franz Ahm, hat bereits die Integration von Unwetterschäden wie Überschwemmungen und Muren in die die bestehende Eigenheim- und Haushaltsversicherung gefordert. Laut Ahm sollte der Versicherer verpflichtet werden, für alle Österreicher diese Deckungen anbieten zu müssen. Die Prämie kann abhängig vom Standort variieren. „Wer in Risikogebieten lebt, muss daher fairerweise etwas mehr beitragen, um das Gesamtrisiko auszugleichen“, so Ahm. Er fügt hinzu: „So kann die Erhöhung der Versicherungsprämie monatlich bespielsweise zwischen einem oder mehreren Euros liegen, den Unterschied macht dabei, ob man in einer Stadt im 3. Stock wohnt oder aber in einem Gefährdungsgebiet“

Aufforderung zum Umdenken

Um den Herausforderungen des Klimawandels angemessen begegnen zu können, ist ein Umdenken aller Akteure gefordert – auch der Entscheidungsträger. KR Mag. Klaus Scheitegel fordert gesetzliche Rahmenbedingungen für eine österreichweite Versicherbarkeit verschiedener Naturgefahren und kritisiert die fehlende politische Unterstützung.

Schäden in Milliardenhöhe und Präventionsbedarf

In Österreich werden jährlich fast 1 Mrd. Euro an Schäden verzeichnet. Die geringe Bereitschaft zur Eigenvorsorge in der österreichischen Bevölkerung im internationalen Vergleich stellt große und kleine Gemeinden vor enorme Herausforderungen. Es besteht ein deutlicher Bedarf an Prävention von Naturgefahren und Aufklärung der Bevölkerung. Forderungen der Versicherungswirtschaft nach flächendeckenden Naturkatastrophenlösungen wurden bislang von der Politik nicht unterstützt, sollten aber zeitnah umgesetzt werden.

Bezirksobmann Walter Sabitzer begrüßt die Erneuerung des 110-kV-Netz in Mittelkärnten

Mehr als 100 Millionen Euro werden in den nächsten zehn Jahren in die Erneuerung des 110-kV-Netzes in der Region Mittelkärnten investiert. Damit wird, so Walter Sabitzer, die Region zu einem attraktiven und zukunftsfähigen Lebens- und Wirtschaftsraum.

Es sind sehr erfreuliche Nachrichten, die Kärnten Netz heute in einer Presseaussendung bekannt gab. Mehr als 100 Millionen Euro werden in den nächsten zehn Jahren in die Erneuerung des 110-kV-Netz in der Region Mittelkärnten investiert. Damit wird die Basis für eine zukunftssichere Netzinfrastruktur geschaffen. „Das ist eine sehr wichtige und zukunftsweisende Investition, die die Energieversorgung für unsere Betriebe verbessert und auch Arbeitsplätze sichert. Die Erneuerung des 110-kV-Netz trägt auch dazu bei, unsere Region zu einem attraktiven und zukunftsfähigen Lebens- und Wirtschaftsraum zu machen. Mittelkärnten wird dadurch für zukünftige Betriebsansiedlungen um ein Vielfaches attraktiver“, unterstreicht Walter Sabitzer, Bezirksobmann von St. Veit.  Er betont auch, dass mit dieser Investition neue Möglichkeiten für erneuerbare Energie geschaffen werden, um die Ökobilanz der Region weiter zu verbessern und gleichzeitig die Wirtschaft zu stärken. Viele Betriebe decken bereits einen beträchtlichen Teil ihres Strombedarfs aus alternativen Energien wie PV-Anlagen ab und unterstreichen damit einmal mehr ihre Bereitschaft, mit Investitionen zur Energiewende beizutragen. Sabitzer wird sich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass der Wirtschaftsstandort Mittelkärnten zum Vorreiter in Sachen nachhaltiger Energieversorgung in Kärnten wird. Bestes Beispiel sind Unternehmen, die in diesem Bereich schon jetzt zu den Weltmarktführern zählen.