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Wirtschaftsbund ad Steuerreform: Kleinunternehmer können aufatmen!

Wirtschaftsbund ad Steuerreform: Kleinunternehmer können aufatmen!

WB-Direktorin Sylvia Gstättner: Mit Entlastungsmaßnahmen für Kleinunternehmer wurden wichtige Forderungen des Wirtschaftsbundes umgesetzt.

„Mit der Steuerreform werden jetzt schon früher Entlastungen für unsere Kleinunternehmer und den Wirtschaftsstandort umgesetzt. Eine spürbare Entlastung für all jene, die tagtäglich aufstehen, hart arbeiten und den Standort Österreich vorantreiben“, zeigt sich WB-Direktorin Sylvia Gstättner zur präsentierten Steuerreform grundsätzlich zufrieden.

„Gut, dass die Regierung hier einlenkt und auch die Kleinunternehmer ab 2020 entlastet. Denn es sind die tausenden kleinen und mittleren Betriebe, auf deren Schultern wir unseren Wohlstand aufgebaut haben und die den Wirtschaftsstandort Österreich in die Zukunft tragen. Familien, Unternehmer, Betriebe, die das Risiko in Kauf nehmen, und aus eigenem Antrieb Arbeitsplätze schaffen und Abgaben leisten“, so Gstättner

So bringt die Steuerreform beginnend 2020 eine Entlastung für Unternehmen um mehr als 1,5 Mrd. Euro pro Jahr. Neben der Senkung der Körperschaftsteuer von 25% auf 21% ab 2023 sind vor allem die Erhöhung der geringwertigen Wirtschaftsgüter auf 1.000, die Ausweitung des Gewinnfreibetrags auf 100.000 und Erleichterungen bei der Steuererklärung für Kleinunternehmer wesentliche Punkte.

Derzeit können die Kosten von abnutzbaren Wirtschaftsgütern (Handy, Laptop, etc.) bis zu einer Grenze von 400 € sofort abgeschrieben werden. Durch die Erhöhung auf 1.000 € können Anschaffungen als Betriebsausgabe den steuerlichen Gewinn verringern und führen so zu niedrigeren Steuern für unsere Betriebe.

Auch die Erhöhung der Wertgrenze für Kleinunternehmer von 30.000 € auf 35.000 € sowie die pauschalierte Steuererklärung sind positiv zu bewerten. Unter der Wertgrenze von 35.000€ muss nämlich keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeliefert werden. Seit 2016 können bereits Arbeitnehmer unter bestimmten Umständen ohne eine Steuererklärung abzugeben automatisch eine Steuererstattung erhalten. Mit der pauschalierten Steuererklärung soll das auch Kleinunternehmern ermöglicht werden. Dadurch würden aufwendige Buchführung und komplizierte und bürokratische Steuererklärungen entfallen. Wichtig ist, dass Unternehmer weiterhin eine vollumfängliche Steuererklärung abgeben dürfen, wenn das für sie mehr Steuervorteile bringt. 

Einige Fragen müssen noch geklärt werden: Etwa bei der Steuererleichterung für den Arbeitsplatz im Wohnungsverband bei Einzelunternehmern und bei der Entlastung von Krankenversicherungsbeiträgen für Selbstständige.

„Gratulation! Eine Steuerreform mit Hausverstand, ohne dabei neue Belastungen für UnternehmerInnen als Gegenfinanzierung einzuführen!“, so Gstättner.

© Helge Bauer

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