Markus Sylle: Begeisterung fürs Handwerk
Gemeinsam mit seinem Vater Walter führt Markus Sylle die Sylle Elektro Haus- und Heizungstechnik GmbH, engagiert sich in der Jungen Wirtschaft und als Innungsmeister. Dabei verfolgt der Klagenfurter Unternehmer ein klares Ziel: junge Menschen für Handwerk und Unternehmertum begeistern und den Wirtschaftsstandort Kärnten aktiv mitgestalten.
Dass Markus Sylle einmal im Familienunternehmen landen würde, war nicht von Anfang an ausgemacht. Obwohl sein Vater Walter seit vielen Jahren im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik tätig war, schlug der Sohn zunächst eine andere Ausbildungsrichtung ein.
Nach zwei Jahren folgte die Kurskorrektur: Sylle begann eine Lehre zum Elektro- und Gebäudetechniker bei Elektro Jerabek und vertiefte sein technisches Wissen anschließend mit weiteren Qualifikationen, darunter die Ausbildung zum Werksmeister.
„Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Technik ist für mich nicht bloß Erwerbsarbeit, sondern etwas, für das ich mich begeistere.“
Vom Einzelunternehmer zum Familienbetrieb
2025 folgte der nächste große Schritt: Die Sylle Elektro Haus- und Heizungstechnik GmbH wurde gegründet, die Markus und sein Vater Walter heute gemeinsam führen. Das Unternehmen verbindet unterschiedliche Gewerke rund um moderne Elektro-, Haus- und Heizungstechnik.
Was lange von der Familienwohnung aus organisiert wurde, verfügt heute über einen eigenen Standort mit Büro- und Lagerflächen. Das neue Betriebsgelände bietet Platz, um das Unternehmen in den kommenden acht bis zehn Jahren weiterzuentwickeln, zusätzliche Kunden zu betreuen und neue Betätigungsfelder zu erschließen.

2025 gründete Markus Sylle zusammen mit seinem Vater die Sylle Elektro Haus- und Heizungstechnik GmbH
Persönlich, direkt und alles aus einer Hand
Eine der größten Stärken des Unternehmens sieht Sylle in der persönlichen Betreuung. Als Familienbetrieb setzt man auf direkte Ansprechpartner, kurze Entscheidungswege und unterschiedliche Gewerke aus einer Hand.
Dazu kommt ein Grundsatz, der viel über seine Arbeitsweise verrät: „Geht nicht, gibt’s nicht.“
„Bei Herausforderungen suchen wir nach einer praktikablen Lösung, statt vorschnell abzuwinken“, erklärt er. Für Kundinnen und Kunden ist das Unternehmen außerdem 24 Stunden erreichbar – gerade bei technischen Problemen ein wichtiger Teil des Servicegedankens.
Handwerk braucht die nächste Generation
Besonders am Herzen liegt Sylle die Ausbildung junger Menschen. Er ist Lehrlingsausbilder und hat ein konkretes Ziel: 2027 möchte das Unternehmen einen Lehrling aufnehmen und ausbilden.
Dabei geht es ihm um mehr als zukünftige Fachkräfte. Er möchte zeigen, welche Karrierechancen eine Lehre eröffnet. Sein eigener Weg ist dafür ein Beispiel: Aus einer technischen Ausbildung entwickelten sich Weiterbildung, Führungsverantwortung und schließlich Unternehmertum.
Eine Lehre ist für ihn deshalb keineswegs eine Ausbildung zweiter Wahl. Sie kann den Grundstein für eine Fachkarriere und die spätere Selbstständigkeit legen.

Schon als Kind war Markus Sylle mit dem Handwerk verbunden und auf den Baustellen seines Vaters Walter zu finden.
Funktion heißt Verantwortung
Verantwortung übernimmt Sylle auch außerhalb des Betriebs. Er engagiert sich in der Jungen Wirtschaft und als Innungsmeister der Mechatroniker. Seine Motivation: Probleme lösen, Ansprechpartner sein und Unterstützung bieten.
„Mein Engagement in der Interessenvertretung sehe ich auch als Möglichkeit, die Rahmenbedingungen für jene zu verbessern, die den Schritt ins Unternehmertum bereits gemacht haben oder ihn vielleicht erst noch vor sich haben.“
Funktion bedeutet für ihn deshalb nicht in erster Linie Titel. Er möchte zuhören und dort ansetzen, wo Unternehmerinnen und Unternehmer im Alltag Unterstützung brauchen.
Kärntens Fachkräfte in Kärnten halten
Ein Thema beschäftigt Sylle besonders: Wie gelingt es, junge und gut ausgebildete Fachkräfte in Kärnten zu halten?
Mit der Koralmbahn rücken Kärnten und die Steiermark enger zusammen. Das bietet Chancen, erhöht aber auch den Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die bessere Verbindung dürfe nicht dazu führen, dass Kärnten wertvolle Fachkräfte verliert.
Seine Antwort darauf ist ein attraktiver Arbeits- und Lebensstandort Kärnten: mit beruflichen Perspektiven, guten Rahmenbedingungen und Anreizen für junge Menschen, ihre Zukunft im Land aufzubauen.
„Es geht darum, Anreize zu schaffen, damit junge Menschen ihre Zukunft bewusst in Kärnten sehen, weil sie hier einen guten Arbeitsplatz finden, sich weiterentwickeln, ein Unternehmen gründen und gleichzeitig eine hohe Lebensqualität genießen können“, so Sylle.

Neue Heimat für die neue Firma: Was lange von der Familienwohnung aus organisiert wurde, verfügt heute über einen eigenen Standort mit Büro- und Lagerflächen.
Innovationsfreudig, konsequent, zielstrebig
Fragt man Markus Sylle, wie er sich selbst beschreiben würde, fallen drei Begriffe: innovationsfreudig, konsequent und zielstrebig.
Innovationsfreudig, weil er neue Technologien und Geschäftsfelder nutzen möchte. Konsequent, weil er Entscheidungen verfolgt. Und zielstrebig, weil die nächsten Schritte feststehen: den Familienbetrieb weiterentwickeln, neue Geschäftsfelder erschließen und ab 2027 selbst einen Lehrling ausbilden.
Dabei richtet sich sein Blick nicht nur auf das eigene Unternehmen. Sylle möchte etwas weitergeben – die Begeisterung für Technik und Handwerk ebenso wie die Freude am Unternehmertum.
Anpacken, weiterdenken und Verantwortung übernehmen – das beschreibt seinen Weg wohl am besten.
Fotos: Sylle

Sylle