Wirtschaftsbund Kärnten warnt vor Gastgarten-Kaution
Gastro-Sprecher Stefan Sternad: „Das wäre ein massiver Rückschritt und ein Schlag ins Kontor für Gastronomie und Tourismus, mit unkalkulierbaren Folgen für die Landeshauptstadt Klagenfurt.“
Gastgärten sind ein zentraler Bestandteil der Klagenfurter Tourismus- und Wirtshauskultur. Genau deshalb sorgt die Diskussion rund um eine mögliche Gastgarten-Kaution für massive Kritik. Der Wirtschaftsbund Kärnten und Fachgruppen-Obmann Stefan Sternad sprechen sich klar gegen zusätzliche finanzielle Belastungen für Gastronomiebetriebe aus. Denn die Gastronomie in der Landeshauptstadt steht unter Druck: steigende Kosten, Personalmangel, hohe bürokratische Belastungen und ein zunehmend schwieriges wirtschaftliches Umfeld fordern die Betriebe schon jetzt massiv heraus.
Gastgärten nicht zum Luxus machen
Wirte-Sprecher Stefan Sternad wehrt sich entschieden gegen zusätzliche finanzielle Hürden: „Gastgärten sind kein Luxus, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Klagenfurter Tourismus- und Wirtshauskultur. Zusätzliche Kautionen würden viele Betriebe unnötig unter Druck setzen.“
Gerade in Klagenfurt seien Gastgärten weit mehr als reine Außenflächen. Sie prägen das Ortsbild, beleben die Innenstadt und schaffen Aufenthaltsqualität für Gäste und Einheimische gleichermaßen. Besonders in der Sommersaison sind sie für viele Betriebe wirtschaftlich unverzichtbar.
Auch Bezirksobmann Franz Ahm lehnt eine Gastgarten-Kaution vehement ab: „Die Innenstadt-Gastronomen zahlen bereits jetzt Miete für ihre Gastgärten. Es kann daher nicht sein, zusätzlich auch noch eine Kaution zu erheben und mit dieser Doppelgebühr womöglich das chronisch leere Stadtsäckel sanieren zu wollen.“
Tourismus lebt von Atmosphäre und Offenheit
Eine verpflichtende Kaution hätte nicht nur Auswirkungen auf die Einnahmen der Betriebe, sondern würde auch Investitionen bremsen. Viele Gastronomiebetriebe würden geplante Erweiterungen oder Modernisierungen verschieben oder ganz darauf verzichten. Vor allem kleinere Familienbetriebe wären betroffen.
Der Wirtschaftsbund Kärnten warnt daher vor den Folgen: Weniger attraktive Gastgärten bedeuten weniger Aufenthaltsqualität, geringere Frequenz im Ortszentrum und letztlich Nachteile für die ganze Region. Denn gerade Urlaubsgäste verbinden Kärnten mit lebendiger Gastronomie, Seenähe, Kulinarik und offenen Gastgärten. Zusätzliche finanzielle Belastungen senden hier das falsche Signal.
Mehr Perspektiven statt neuer Belastungen
Sternad erwartet deshalb einen anderen Zugang im Umgang mit den Betrieben: „Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen Planungssicherheit und Vertrauen – keine neuen Gebühren und zusätzlichen bürokratischen Aufwand.“ Der Wirtschaftsbund Kärnten fordert stattdessen Rahmenbedingungen, die Investitionen, Tourismus und regionale Gastronomie stärken.
Denn eines sei klar: Die Klagenfurter Gastgärten sind nicht das Problem, sie sind vielmehr ein wichtiger Baustein für einen lebendigen Wirtschafts- und Tourismusstandort.


