Wirtschaftsbund in direktem Austausch mit Unternehmen
Der direkte Austausch mit Unternehmerinnen und Unternehmern ist durch nichts zu ersetzen. Deshalb besucht Wirtschaftsbund-Direktorin Sylvia Gstättner alle zwei Wochen Betriebe in den Kärntner Bezirken. Im August führten die Betriebsbesuche nach Klagenfurt-Land und Villach-Land.
Gemeinsam mit WB-Bezirksgruppenobmann Franz Ahm und Ausschussmitglied Peter Just besuchte Sylvia Gstättner in Klagenfurt-Land die Gärtnerei Wunder, das Gasthaus Singer, die Pizza O Sole Mio und den Zeltverleih Bister. Dabei traf die Delegation auf traditionsreiche Familienbetriebe und Unternehmen, die sich laufend weiterentwickeln.
Die Gärtnerei Wunder wurde 1954 gegründet, wird heute in dritter Generation geführt und feierte 2024 ihr 70-jähriges Bestehen. Auch das Gasthaus Singer besteht seit mehr als 50 Jahren. Walter Singer ist nach wie vor mit Leib und Seele im eigenen Gasthof aktiv, mit Sohn Markus Singer ist bereits die nächste Generation stark in die Führung eingebunden.
Wie wichtig Investitionen sind, zeigte sich bei der Pizza O Sole Mio GmbH in Maria Rain. In den Jahren 2013 und 2014 investierte das Unternehmen rund 3,5 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung der Produktion, deren Kapazität dadurch auf bis zu 10.000 Pizzen pro Tag gesteigert wurde.
Bürokratie und Personalmangel in Klagenfurt-Land
Ein Thema zog sich durch viele der Gespräche: Bürokratische Verfahren und zahlreiche Vorschriften nehmen im Betriebsalltag viel Zeit in Anspruch. Hier sind vor allem lange Verfahrensdauern und eine mangelnde Abstimmung zwischen Gewerbe- und Baubehörden ein großes Thema. Schnellere Verfahren und eine bessere Vernetzung der zuständigen Stellen könnten hier für Entlastung sorgen.
Auch der Personalmangel beschäftigt viele Betriebe. Gerade in Branchen mit unregelmäßigen Arbeitszeiten, wie der Gastronomie oder dem Event-Bereich, wird es immer schwieriger, Mitarbeiter zu finden und langfristig zu halten. Weitere Gesprächsthemen waren die Übergabe von Familienbetrieben, Unterstützung bei Investitionen, Betriebshilfen sowie notwendige Anpassungen an den Klimawandel und technologische Entwicklungen.
Vom Familienbetrieb bis zum Tourismus
Im Bezirk Villach-Land war Sylvia Gstättner gemeinsam mit WB-Bezirksobmann Christian Tyl unterwegs. In Velden gaben Alexander Stroj und Valentin Wedam von der Vermögensberatung WedamStroj Einblicke in den Finanzbereich und den Vermögensaufbau.
Bei Hagebau Mössler in Landskron wurde neben dem inflationsbedingten Rückgang beim Bauen und Heimwerken sowie den Öffnungszeiten im Handel auch über betriebliche Weiterentwicklungen gesprochen.
Der Besuch bei Fruhmann zeigte, wie sich ein Kärntner Familienbetrieb mit hundertjähriger Geschichte laufend weiterentwickelt und die Übergabe an die nächste Generation vorbereitet – ein gelungenes Beispiel dafür, wie Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können.
Unternehmerische Erfolgsgeschichten
Im Seehotel Europa und im Seerestaurant Rosé – zwei beliebte Adressen in bester Lage direkt am Wörthersee – ging es um die aktuelle Situation in Tourismus und Gastronomie, insbesondere um den Personalmangel und die Verlängerung der Saison.
Den Abschluss bildete ein Besuch beim Unternehmerpaar Danielle und Ingo Wittmayer in Wernberg. Das Ehepaar ist aus Wien nach Kärnten gezogen und seit einem Jahr unternehmerisch hier aktiv. Mit der Daningo Schädlingsbekämpfung sowie „Organisation & so much more“ führen die beiden zwei Unternehmen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und wurden bereits sehr gut aufgenommen.
In Kontakt bleiben
Die Gespräche in Klagenfurt-Land und Villach-Land machten deutlich, wie vielfältig die Kärntner Wirtschaft ist und wie ähnlich manche Herausforderungen über Branchen hinweg sind. Die Rückmeldungen aus den Betrieben liefern dem Wirtschaftsbund wichtige Grundlagen, um die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer gezielt zu vertreten und konkrete Verbesserungen einzufordern.
























