Nachbericht: LinkedIn Insights mit Stephan Wölcher

Am Donnerstag, den 27. Juni, lud der Wirtschaftsbund Kärnten zum WB Forum „LinkedIn Insights“ mit Stephan Wölcher ein. Wölcher begann seine Karriere bei LinkedIn als Praktikant in Dublin, ausgewählt aus über 2000 BewerberInnen. Innerhalb von fünf Jahren stieg er vom Sales Development Praktikanten zum Senior Account Manager für Enterprise und Key Accounts der DACH-Region auf und betreut heute die wichtigsten Unternehmenskunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die Stärke von LinkedIn: Ein berufliches Netzwerk

In seinem informativen Vortrag hob Wölcher die Einzigartigkeit von LinkedIn hervor. Mit 67 Millionen Unternehmen und einer Milliarde Mitgliedern weltweit, darunter 1,5 Millionen in Österreich, ist LinkedIn das führende berufliche Netzwerk. In Kärnten nutzen derzeit 57.000 Personen LinkedIn aktiv, und es sind etwa 1.500 Jobs verfügbar.

Vier Säulen des Erfolgs: Hire, Sell, Learn, Advertise

Dabei bietet LinkedIn weit mehr als nur berufliches Networking. Die Plattform unterstützt Unternehmen und Fachleute mit vier Hauptsäulen: Hire (Anstellen), Sell (Verkaufen), Learn (Lernen) und Advertise (Werben). Mit 22.000 Videokursen in neun Sprachen und 43 Millionen Lernenden weltweit ist LinkedIn außerdem eine der größten Online-Lernplattformen.

Hire (Anstellen)

LinkedIn ist ein unverzichtbares Tool zur Rekrutierung und Talentakquise. Mit LinkedIn Recruiter können Unternehmen gezielt nach qualifizierten Kandidaten suchen. Diese Funktion richtet sich hauptsächlich an Personalverantwortliche und Führungskräfte, die talentierte Fachkräfte für ihr Team gewinnen möchten.

Sell (Verkaufen)

Der LinkedIn Sales Navigator ist ein mächtiges Werkzeug für Vertriebsteams und Business Development Manager. Durch fortschrittliche Such- und Filterfunktionen können potenzielle Kunden identifiziert und angesprochen werden. Diese Funktion ist besonders wertvoll für Vertriebsprofis, die neue Geschäftsmöglichkeiten und strategische Partnerschaften suchen.

Learn (Lernen)

LinkedIn Learning bietet eine umfangreiche Bibliothek von Online-Kursen, die Fachleute in verschiedenen Branchen und Karrierestufen unterstützen. Unternehmen können diese Ressource nutzen, um ihre MitarbeiterInnen zu schulen und deren Kompetenzen zu erweitern. Die Zielgruppe umfasst sowohl Einzelpersonen, die ihre Karriere vorantreiben möchten, als auch Unternehmen, die in die Entwicklung ihrer Teams investieren wollen. Interessanter Fakt: Die meisten der deutschsprachigen Onlinekurse werden in Graz produziert.

Advertise (Werben)

LinkedIn Ads bietet maßgeschneiderte Werbelösungen, die es Unternehmen ermöglichen, ihre Zielgruppen effektiv zu erreichen. Mit präzisen Targeting-Optionen können Anzeigen basierend auf Kriterien wie Branche, Unternehmensgröße, Position und Interessen ausgerichtet werden. Diese Funktion ist besonders nützlich für Marketing- und Werbeprofis, die ihre Produkte und Dienstleistungen einem professionellen Publikum präsentieren möchten. LinkedIn ist nach Google und Meta der drittgrößte Werbeanbieter.

Praktische Einblicke und Live-Demonstrationen

Während des Forums demonstrierte Wölcher die Bedeutung eines gepflegten Netzwerks. Er betonte, dass ein kostenloses Profil oft ausreicht, um Reichweite zu generieren, sofern der Inhalt relevant und beruflich bezogen ist. Ein Premium-Account bietet zusätzliche Funktionen, wie benutzerdefinierte Buttons im Profil, die Reichweite wird jedoch durch sinnvollen und interessanten Content erzielt.

Besonders spannend war die Live-Demonstration des neuen AI-Features im Sales Navigator und auf der Learning-Plattform. Wölcher zeigte, wie der neue Chatbot auf der Learning-Plattform gezielt Kurse vorschlägt, die auf dem eigenen Profil, also Interessen und Stärken,  basieren.

Intensive Fragerunde und Networking

Im Anschluss an den Vortrag fand eine intensive Fragerunde statt, bei der Wölcher auch eine Live-Analyse des Profils eines Gastes durchführte. Die TeilnehmerInnen hatten die Gelegenheit zu spannendem Austausch, bei dem sie praktische Tipps zur Optimierung ihrer LinkedIn-Präsenz erhielten.

Das nächste WB Forum wird im Herbst stattfinden. Nutze die Gelegenheit, wertvolle Einblicke von ExpertInnen zu gewinnen und das berufliche Netzwerk zu erweitern. Melde dich rechtzeitig an und bleib informiert über die aktuellen Trends und Entwicklungen in der Unternehmenswelt.

Im freien Fall

Die aktuelle Wirtschaftskrise ist wie der perfekte Fleck: Gekommen, um zu bleiben. Alle paar Monate rücken die Wirtschaftsforschungsinstitute IHS und WIFO aus, um ihre voreiligen, von Zweckoptimismus getränkten Prognosen zurückzuschrauben. Aktuelle Korrektur: 2024 wird’s nichts mehr mit dem heiß ersehnten Aufschwung, dafür soll die Wirtschaft im nächsten Jahr um 1,5 Prozent wachsen. Alle Daten ohne Gewähr und bis auf Widerruf.

 

Noch genauer als die Wirtschaftsforscher ist seit Jahren das Stimmungsbarometer der Wirtschaftskammer, das auf das feine Sensorium von tausenden befragten Unternehmerinnen und Unternehmern vertraut. Aber auch die bei der Kärntner Investitions- und Konjunkturkonferenz kürzlich vorgestellten Erwartungen der Praktikerinnen und Praktiker geben wenig Anlass zur Hoffnung: Die Ergebnisse hinsichtlich Wirtschaftsklima, Auftragslage, Investitionen und Export sind zwar etwas besser als am absoluten Nullpunkt im vergangenen Dezember, aber immer noch ausgesprochen trüb.

 

Die Hartnäckigkeit der Krise ist umso ärgerlicher, als die Gründe hinlänglich bekannt sind. Die Kosten von Vorleistungen und Material, die hohen Löhne und Energiepreise fressen die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, die überbordende Bürokratie verhindert verlässlich eine rasche Umstellung auf geänderte Rahmenbedingungen durch elendslange Behördenverfahren und vernichtet ohnehin knappe Personalressourcen durch entbehrliche Dokumentationspflichten und anderen Amtsschimmelschnickschnack.

 

Das führt zu der ausgesprochen bedrohlichen Situation, dass Österreich zwar den höchsten Rückgang bei den Bruttoanlageinvestitionen in der gesamten EU verzeichnet (-2,2 Prozent), aber gleichzeitig bei den Lohnstückkosten deutlich an der Spitze liegt. Und das sind keine theoretischen Haarspaltereien: Seit der KIKK im Dezember 2023 hat die Kärntner Wirtschaft 4000 Arbeitsplätze eingebüßt. Und die Arbeitslosigkeit steigt stetig.

 

Wer jetzt nach staatlichen Konjunkturmaßnahmen ruft, läuft allerdings Gefahr, die Rechnung ohne den Wirt zu machen: Die Kassen des Bundes sind leer, erst vor wenigen Tagen ist der blaue Brief aus Brüssel eingetroffen, weil das Budgetdefizit aus dem Ruder zu laufen droht. „In keinem EU-Land hat sich die inflationsbereinigte Wirtschaftsleistung pro Kopf seit 2019 schlechter entwickelt als in Österreich. Ende dieses Jahres wird dieser Wert nach aktuellen Prognosen um 1,7 Prozentpunkte unter das Vorkrisenniveau von 2019 gesunken sein. Das bedeutet den letzten Platz in der gesamten EU. Selbst einstige Krisenländer wie Griechenland, Portugal, Italien und Spanien wachsen stärker als Österreich“, analysiert „Agenda Austria“-Chef Franz Schellhorn schonungslos im „profil“.

 

In Kärnten ist die finanzielle Lage mittlerweile genauso schlimm. Fast 500 Millionen Euro neue Schulden drohen allein im heurigen Jahr, viele Gemeinden stehen vor der Pleite. Aber es hilft nichts: Um wieder auf die Beine zu kommen, braucht die Wirtschaft eine Bauoffensive, die den Namen auch verdient, und eine Investitionsprämie, damit die Betriebe wieder Vertrauen in den Standort fassen. Sollen Politik und Verwaltung doch ausnahmsweise einmal bei sich selber sparen, meint Ihre

Sylvia Gstättner

Fotokunst im Strandbad Klagenfurt: Meisterwerke der Kärntner Berufsfotografen

Die Berufsfotografen Kärntens präsentieren heuer zum vierten Mal ihre beeindruckenden Werke im Strandbad Klagenfurt. Diese Kunstausstellung, die in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Klagenfurt realisiert wurde, kann vom 4. Juli bis zum 2. September während der Öffnungszeiten bestaunt werden.

Vielfalt der Fotokunst

Von Porträts über Landschaften bis hin zu Kunst und Technik: Die Ausstellung zeigt rund 60 Fotosgrafien in verschiedenen Kategorien. Diese Motive schmücken die weißen Badehütten im Strandbad und haben bereits in den vergangenen Jahren für großes Aufsehen gesorgt. Der Erfolg der letzten Jahre hat gezeigt, wie groß das Interesse an professioneller Fotografie ist. Michael Linzer, Landesinnungsmeister der Berufsfotografen, betont: „Ziel der Ausstellung ist eine Leistungsschau des heimischen Handwerks. Wir wollen die Qualität unserer Arbeit hervorheben und zeigen, dass wir Meister unseres Fachs sind.“

 

 

Qualität und Kreativität

Die Fotografen hatten die Möglichkeit, ihre besten Werke einzureichen, die dann von einer nationalen Jury beurteilt wurden. Insgesamt wurden 482 Bilder eingereicht, von denen die besten ausgewählt wurden. Die Ausstellung unterstreicht die künstlerische Kreativität und das professionelle Auge der Fotografen. Linzer fügt hinzu: „Ein professionelles Bild hält nicht nur Erinnerungen fest, sondern vermittelt auch Botschaften. Dies gelingt dank professioneller Ausrüstung und ist mit Handyfotos keineswegs vergleichbar.“

Starkes Signal und die Forderung nach einem Staatspreis

Das große Interesse und die Beliebtheit der Freiluftausstellung verdeutlicht einmal mehr, wie wichtig solche Wettbewerbe sind, um für die Leistungen der Berufsfotografen in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu gewinnen. Die Bundesinnung geht noch einen Schritt weiter und fordert einen Staatspreis für Berufsfotografie. Linzer würde sich als Kärntner Landesinnungsmeister sehr darüber freuen, haben doch bereits beim Landeswettbewerb über 58 Fotografen eingereicht, mehr als 3x so viel wie in anderen Bundesländern. Man sei also stark aufgestellt!

SerWus: Villach tankt Wissen und stärkt Gemeinschaft

Rechtzeitig zum Start in die Reisesaison lud der neue Bezirksobmann von Villach, Mag. Christian Tyl, zu einer interessanten Informationsveranstaltung für zahlreiche Mitglieder und Gäste. Der Vortrag, der in Zusammenarbeit mit dem ÖAMTC organisiert wurde, stand ganz im Zeichen der neuen Verkehrsregelungen in unseren Nachbarländern.

Rechtsexperte Mag. Christoph Kronsteiner brachte den Anwesenden die neuen Reiseregelungen näher, während ÖAMTC Landesdirektor-Stellvertreter Matthias Zernatto über die vielfältigen Unterstützungsmaßnahmen für Firmenkunden und Wirtschaftstreibende informierte. Diese wertvollen Inputs sollen den UnternehmerInnen helfen, Bußgelder und weiteren Ärger im Urlaub zu vermeiden und rechtlich bestens vorbereitet zu sein.

Dieser Abend zeigte deutlich, wie wichtig der Austausch und die Vernetzung für die regionale Wirtschaft sind. Bezirksobmann Christian Tyl betonte die Bedeutung solcher Zusammenkünfte mit Netzwerkcharakter für die Unterstützung der lokalen UnternehmerInnen. „Unser Ziel ist es, die Mitglieder bestmöglich zu informieren und ihnen die notwendigen Werkzeuge an die Hand zu geben. Sei es, wie in diesem Fall, um im internationalen Verkehr sicher und regelkonform unterwegs zu sein, oder auch auf jedem anderen unternehmerischen Parkett“, so Tyl.

„Die gestrige Veranstaltung war ein großer Erfolg“, freute sich BGO-Stv. Sandro DeRoja. „Der rege Meinungsaustausch zeigt, wie sehr solche Abende geschätzt werden. Wir freuen uns auf viele weitere, spannende Veranstaltungen in der Zukunft.“
Ein herzliches Dankeschön gilt den zahlreichen Gästen, Interessenten und TeilnehmerInnen des gestrigen Infoabends zur Reisemobilität und Mobilität für Unternehmen im Allgemeinen. Die Bezirksgruppe Villach, unter der neuen Führung von Christian Tyl, wird auch in Zukunft spannende und informative Veranstaltungen organisieren, um die regionale Wirtschaft zu stärken und zu unterstützen.

SerWus in Villach!

 

 

Neue Kapitel, frische Impulse: Wechsel in Sparte und Fachgruppe

Nach 16 Jahren unermüdlichen Einsatzes für das Kärntner Gewerbe erfolgt nun die Staffelübergabe von Spartenobmann Klaus Kronlechner an den Wolfsberger Unternehmer Peter Storfer. Der Inhaber der Knusperstube weiß um die aktuellen Herausforderungen im Gewerbe und will nahtlos die erfolgreiche Arbeit Klaus Kronlechners fortführen. „Ich bin Unternehmer mit Herz und Seele. Mir ist es wichtig, gerade in schwierigen Zeiten den Fokus auf das Positive zu richten und Antworten zu finden. Ich werde immer ein offenes Ohr für meine UnternehmerkollegInnen haben und so meinen Teil zu einem erfolgreichen Wirtschaftsstandort beitragen“, so Peter Storfer.

Der neue Spartenobmann ist überzeugt, dass ein starkes Netzwerk viel bewirken kann: „Wir müssen als Interessenvertretung eng zusammenarbeiten und Lösungen für Herausforderungen wie die Teuerung oder den Arbeitskräftemangel erarbeiten. Ich werde hier auch mit Nachdruck entsprechende Umsetzungen bei den politisch Verantwortlichen einfordern“, so der leidenschaftliche Unternehmer.

Obmannwechsel bei den Versicherungsmaklern

Peter Tschernutter ist Versicherungsmakler und bringt jahrelange Expertise und Unternehmererfahrung mit. Er folgt Franz Ahm, der sich seit 2009  konsequent und umsetzungsstark für die Interessen seiner BerufskollegInnen eingesetzt hat. Er gibt die Führung seiner Fachgruppe in gute Hände: „Mit meinem Branchenkollegen Peter Tschernutter folgt mir ein äußerst fähiger Unternehmer, dem die Belange unserer Fachgruppe genau so am Herzen liegen wie mir“, so der scheidende Fachgruppenobman.

„Ich bedanke mich bei meinem Vorgänger Franz Ahm für seine jahrelange Arbeit in unserer Fachgruppe. Unter dem Motto: „Bewährtes erhalten, Zukunft gestalten“ möchte ich diese Arbeit nun fortführen und die Rahmenbedingungen meiner UnternehmerkollegInnen verbessern. Ich sehe noch viel Verbesserungspotenzial in der Gesetzgebung und möchte dieses nach Kräften umsetzen. Besonders wichtig ist mir der Abbau unnötiger und zeitraubender Bürokratie. Viele Reglements könnten vereinfacht werden oder mit Hilfe von Technologie beschleunigt werden“, so der neue Fachgruppenobmann.

Zukunft der Kärntner Wirtschaft

Mit diesen Wechseln  in Führungspositionen der Kärntner Wirtschaft wird ein weiteres erfolgreiches Kapitel geschrieben werden: Peter Storfer und Peter Tschernutter stehen bereit, die Herausforderungen der Zukunft mit frischem Elan und bewährter Erfahrung anzugehen. Beide bringen nicht nur die nötige fachliche Kompetenz, sondern auch eine tiefe Verbundenheit zu ihrer Region und ihren Branchen mit. Ihre klaren Visionen für die unternehmerische Zukunft durch einerseits Bekämpfung der Bürokratie und andererseits Verbesserung der Rahmenbedingungen für UnternehmerInnen sind ein starkes Signal.